Michael Rinaldi (Ducati) erklärt sein Assen-Desaster
Während Álvaro Bautista den Europaauftakt der Superbike-WM 2023 mit drei Siegen zelebrierte, strauchelte sein Teamkollege Michael Rinaldi ab dem ersten Training und kam über Platz 10 nicht hinaus. Woran es lag.
Michael Rinaldi wähnte sich auf einem guten Weg, ein regelmäßiger Podiumskandidat zu werden und in naher Zukunft auch um die Weltmeisterschaft kämpfen zu können, doch in Assen tauchte der Aruba.it Ducati-Werkspilot in der Versenkung ab. Kein Podium, keine Top-5-Platzierung, noch nicht einmal ein einstelliges Ergebnis brachte der Teamkollege von WM-Leader und Dreifachsieger Álvaro Bautista nach Hause.
Zur Verteidigung des Italieners muss erwähnt werden, dass Assen noch nie seine Paradestrecke war. Platz 2 im Superpole-Race 2021 war eine Ausnahme, ansonsten war Platz 7 sein bestes Finish, in vier von 13 Rennen schied er aus. Am vergangenen Wochenende erreichte der 27-Jährige nur die Plätze 15, 13 und 10.
"Das war das schwierigste Wochenende überhaupt für mich. Warum? Ich bin wie bei den Wintertests und wie in Australien und Indonesien vorgegangen und selbst wenn es schlecht lief, war ich Fünfter. Im FP1 hatte ich aber überraschend ein merkwürdiges Gefühl mit dem Bike. Auf der Bremse reagierte es komplett anders und ich sagte meinem Team, sie sollen alles checken, weil etwas nicht stimmen kann. Sie haben aber nichts gefunden", erzählte Rinaldi bereitwillig SPEEDWEEK.com. "Im zweiten Training haben wir etwas ausprobiert, damit ich besser klarkomme, aber schon auf der ersten Runde hatte ich ein technisches Problem und kam nicht mehr zum Fahren. Im FP3 war es nass und wir konnten es erneut nicht probieren und danach in der Superpole hat man nur eine Runde, die man mit 110 Prozent fährt. Das erste Mal konnte ich in Lauf 1 unsere Lösung testen. Leider war es nicht die erhoffte Lösung und die Probleme waren noch da wie im ersten Training."
Der Italiener kam erst im Warm-up am Sonntagvormittag dazu, ein besseres Set-up für die niederländische Piste auszuprobieren.
"Wir probierten etwas Neues und es lief besser. Jetzt müssen wir mit dem Team herausbekommen, wie wir solche Situationen in Zukunft vermeiden können. Im Endeffekt war das Wochenende, wie es war. Wir wissen, dass wir schnell sein und uns Lösungen für Probleme erarbeiten können. Mit meinen Rundenzeiten vom zweiten Lauf wäre ich am Samstag in die Top-5 gefahren", rechnete Rinaldi vor. "Wir haben zwei Trainings verpasst, was Pech war, und wir müssen schneller werden, Lösungen zu finden. Letztlich haben wir uns zwar verbessert, die Ursache für unsere Probleme aber noch nicht komplett gefunden. Ich habe keine Sorge, dass ich in Barcelona oder Misano nicht wieder vorn mitfahren werde. Besorgt bin ich nur, dass wenn uns solches Pech erneut heimsucht, wir wieder nicht darauf vorbereitet sind."
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