Superbike WM • Neu
Ducati akzeptierte Nachteile für Alvaro Bautista für den eigenen Vorteil
Am Samstag war Yari Montella enttäuscht, dass er im ersten Superbike-Lauf in Magny-Cours das Podium verpasst hatte. Am Sonntag meldete sich der Ducati-Privatier mit dritten Plätzen stark zurück.
Yari Montella hat beim neunten Meeting der Superbike-WM 2026 seine Stellung als bester Kundenpilot eindrucksvoll untermauert. Musste der 26-Jährige im Ducati-Team Barni Racing im ersten Lauf auf dem Circuit de Nevers Magny-Cours noch den dritten Platz auf dem Podium Makenkollegen Sam Lowes überlassen, stemmte der Italiener im Superpole-Race und zweiten Lauf der den kleinsten Pokal in die Höhe – angesichts der Dominanz der Aruba.it Ducati-Werkspiloten sind dritte Plätze für Montella tatsächlich wie ein Sieg.
Es waren schwer erkämpfte Plätze. Im Sprintrennen über zehn Runden fuhr Montella bis in die letzte Runde hinter dem Marc-VDS-Piloten auf der vierten Position, ohne aber jemals in unmittelbare Schlagdistanz zu kommen. Der Druck zeigte aber Wirkung: In der letzten Runde stürzte der 35-Jährige.
«Ich bin fix und fertig – aber auch sehr glücklich! Das war wirklich ein starker Sonntag für uns», jubelte der Ducati-Privatier. «Das Superpole-Race hat besonders Spaß gemacht, auch wenn ich mit dem Sturz von Sam Lowes etwas Glück hatte. Man muss aber auch zur Stelle sein, um davon profitieren zu können. Ich habe von der ersten bis zur letzten Runde alles gegeben und das bestmögliche Ergebnis eingefahren, was will man mehr?»
Auch im zweiten Hauptrennen musste Montella geduldig sein. Erst nach sechs Runden fand er einen Weg am erstaunlichen Alberto Surra (Ducati) vorbei. Der Rookie lieferte in Magny-Cours das bisher beste Superbike-Wochenende seiner noch jungen Karriere ab.
«Mir war klar, dass ich ein gutes zweites Rennen haben kann. Sam war nur noch Zehnter der Startaufstellung und auch sein Bruder Alex war als Fünfter hinter mir. In den ersten Runden fiel es mir allerdings etwas schwer, in einen Rhythmus zu kommen und dann war da Alberto Surra», erzählte der Barni-Pilot. «Aber ich war konstant und bekam erst ganz am Ende ein paar Schwierigkeiten mit dem Vorderreifen. Zu diesem Zeitpunkt führte ich aber auf Alberto bereits um etwa fünf Sekunden und konnte den Abstand kontrollieren.»
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