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Carlos Sainz zur Regel-Debatte: «Ich hoffe, dass sie auf uns hören!»
Fahrer-Gewerkschafter Carlos Sainz appelliert an die Regelhüter: Hört auch auf die Fahrer! Der Williams-Pilot sagt klar: «Es ist ein Problem, wenn man nur auf die Teams hört.»
Während der fünfwöchigen Rennpause finden insgesamt vier Treffen zwischen Formel-1-Regelhütern und Teams statt, um am neuen Reglement zu feilen. Nach drei Wochenenden liegt zumindest eine kleine Datengrundlage vor. Damit soll nun gearbeitet und das Regelwerk verbessert werden – kurzfristig und langfristig. Ein wichtiger Punkt, der spätestens seit dem schweren Unfall von Oliver Bearman in Suzuka in der Agenda ganz oben steht: die Sicherheit.
Williams-Pilot Carlos Sainz, der sich in der Fahrer-Gewerkschaft GPDA für die Interessen der Formel-1-Piloten einsetzt, machte nach dem Japan-GP deutlich, dass er für den Anpassungsprozess auf eine Beteiligung der Fahrer hofft.
Sainz: Sicht der Fahrer ist anders
Der Spanier stellte klar: «Es ist ein Problem, wenn man nur auf die Teams hört. Die finden das Racing vielleicht in Ordnung, weil sie Spaß daran haben, wie es im Fernsehen aussieht. Aber aus der Sicht eines Fahrers, der gegen andere antritt und merkt, dass es einen Geschwindigkeitsunterschied von 50 km/h geben kann, ist das eigentlich kein Racing.»
Dann können schwere Unfälle passieren.Carlos Sainz
Der hohe Geschwindigkeitsunterschied ist einmal kein Racing – und, wie beim Bearman-Unfall erkennbar, im schlimmsten Fall auch wirklich gefährlich. Sainz: «Ich glaube, es gibt keine Kategorie auf der Welt, in der man solche Geschwindigkeiten beim Heranfahren hat. Denn dann können schwere Unfälle passieren, weil es einen überrascht, man zu spät verteidigt. Es erwischt einen, das Auto vor einem…» So wie bei Bearman.
Sainz: Hoffe, dass sie auf uns hören
Sainz Bitte an die Regelhüter also: «Ich hoffe wirklich, dass sie auf uns hören und sich auf das Feedback konzentrieren, das wir ihnen gegeben haben, anstatt nur auf die Teams zu hören, und dass sie einen Plan für Miami ausarbeiten, der die Situation verbessert, sowie einen Plan für die mittelfristige Zukunft dieser Vorschriften, um sie weiter zu verbessern.»
Sainz: «Auch wenn man nicht alles bis zum Rennen in Miami verbessern kann, sollte man immerhin einen weiteren Schritt bis Miami machen und dann einen großen Schritt, vielleicht nächstes Jahr oder später in der Saison.» Fortschritt und Verbesserung Schritt für Schritt also.
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