884 Kilometer: So lief Lewis Hamiltons XL-Test in Fiorano
Keine Pause für den Rekordweltmeister! Lewis Hamilton testete zwei Tage auf der Ferrari-Privatstrecke in Fiorano. Wie der XL-Test des Briten lief – und allerlei Fotos vom Ferrari auf nasser Fahrbahn.
Eigentlich ist Lewis Hamilton ein kompletter Test-Muffel. Doch im aktuellen Ferrari gilt das offenbar nicht mehr! Der Brite spulte auf der Privatstrecke der Scuderia in Fiorano ein stolzes Testprogramm ab.
Insgesamt zwei Tage lang war Hamilton auf der Rennstrecke. XL-Testorgramm also in der aktuellen Formel-1-Rennpause. Er testete gleich mehrere Reifenmischungen von Hersteller Pirelli: Erst die «Extreme Wet Prototypes», also reifen für extrem nasse Bedingungen. Darunter waren auch neue Designs, die beim Reifentest vorige Woche in Suzuka bereits auf der Piste waren. Ziel ist es, den Regenreifen von Pirelli für mehr Regenbedingungen anzupassen. In der Vergangenheit war in der Regel einfach gar nicht gefahren worden, wenn es regnete, weil die Regenreifen zu viel Gischt aufwirbelten und das Fahren auf regennasser Fahrbahn als zu unsicher beurteilt wurde, weil nicht genug Wasser verdrängt wurde.
In der zweiten Tageshälfte war Hamilton dann mit Intermediates unterwegs, also den Reifen für abtrocknende oder nicht ganz so nasse Strecken. Die Wettervorhersage (22 Grad) für Fiorano war übrigens für den Test nicht relevant: Die Rennstrecke gehört zu den wenigen Kursen in Europa, die künstlich bewässert werden können.
Insgesamt fuhr Hamilton an diesem zweiten Tag 155 Runden und 461 Kilometer. Seine schnellste Rundenzeit war eine 1:00,740 min.
Insgesamt fuhr Hamilton an beiden Testtaggen fast 300 Runden: 297-mal fuhr er über Ferraris Privatpiste, legte dabei 884 Kilometer zurück. Der Brite dürfte damit um einige weitere Erfahrungen in seinem neuen Arbeitsgerät reicher sein. Neue Teile dürfen die Teams in solchen Reifentests nicht ausprobieren, können die Tests aber dafür nutzen, mehr Routine auf der Strecke und in den Abläufen zu bekommen.
Für Lewis Hamilton ist die Testarbeit damit vorbei. Der Brite wird erst am 1. Mai zum Training für den Miami-GP wieder im Formel-1-Auto sitzen.
Hamiltons frühere Kollegen werden aber Anfang der kommenden Woche ebenfalls einen Pirelli-Test fahren: Mercedes und McLaren testen am 14. und 15. April auf dem Nürburgring – allerdings keine Regenreifen, sondern Slicks.
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