Danilo Petrucci kehrt zurück: Was für ein Motorrad ihm BMW hinstellen wird
BMW und Danilo Petrucci gingen mit großen Erwartungen in die Superbike-WM 2026, doch der Saisonstart gestaltete sich herber als gedacht. Technikchef Chris Gonschor hat einen Plan für den Italiener.
Als sich Danilo Petrucci im Sommer 2025 mit BMW auf einen Vertrag für die Weltmeisterschaft 2026 einigte, mit Option für 2027, lag er als damaliger Ducati-Privatier im Barni-Team auf dem dritten WM-Rang. Dann
BMW verpflichtete als Nachfolger von Weltmeister Toprak Razgatlioglu, der Türke wechselte zu Yamaha und in die MotoGP, sowie Michael van der Mark mit Petrucci und dem fünffachen MotoGP-Sieger Miguel Oliveira die beiden besten, damals verfügbaren Rennfahrer.
Schnell wurde offensichtlich: Oliveira kommt mit der BMW deutlich besser zurecht, der Portugiese eroberte bis zu seinem unverschuldeten Crash am 3. Mai in Ungarn vier Podestplätze und kam in Misano am vergangenen Wochenende
BMW verfällt nicht in Aktionismus
Petrux’ bislang bestes Saisonergebnis: Platz 6 im zweiten Hauptrennen in Australien. In Italien sind schon länger Stimmen zu hören, BMW müsse Petrucci mit der M1000RR mehr entgegenkommen. Technikchef Chris Gonschor verfällt deswegen nicht in Aktionismus. «Wenn Danilo fit und zurück auf dem Motorrad ist, werden wir die Arbeit mit ihm wieder aufnehmen», schilderte der passionierte Hobby-Fußballer. «Es wäre nicht professionell jetzt zu beurteilen, was er brauchen wird, wenn er zurück ist. nach seiner schweren Verletzung brauchen wir seine Rückmeldungen, um ihm dann ein Motorrad hinstellen zu können, mit dem er sich leichter tut. Welche Lösungen wir in Zukunft für ihn brauchen, kann ich erst sagen, wenn es so weit ist.»
«Es wäre schwierig, den eingeschlagenen Weg direkt nach einer Verletzung zu ändern», hielt Gonschor fest. «Du fängst mit dem an, wo du aufgehört hast, um eine Referenz zu haben. Dann folgen eventuell Anpassungen, um das gesamte Potenzial des Fahrers und Motorrads in Kombination beweisen zu können. Aber es ist notwendig, so zu beginnen, wie er aufgehört hat. Ansonsten verrennst du dich in Interpretationen und arbeitest nicht mehr faktenbasiert.»
Petrucci steht unter Druck: Sollte BMW die Option auf ihn für 2027 nicht ziehen, wird er in keinem anderen Superbike-Werksteam unterkommen. Um den deutschen Hersteller von seinen Qualitäten zu überzeugen, braucht der 35-Jährige so schnell wie möglich vorzeigbare Ergebnisse. Gelingt das nicht, wird er seinen Platz an einen aktuellen MotoGP-Piloten verlieren, der für nächstes Jahr keinen Sitz in der Königsklasse findet.
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