Kalender Superbike-WM 2027: 90 Prozent der Austragungsorte stehen fest
Seit Jahren betteln die Hersteller in der Superbike- und Supersport-WM um Rennen in Asien und den USA. SPEEDWEEK.com verrät, was für nächstes Jahr möglich ist und wo sicher gefahren wird.
90 Prozent der Austragungsorte für die Superbike-WM 2027 und ihre Rahmenkategorien stehen fest, nämlich zehn von zwölf aus diesem Jahr.
Diese sind:
Phillip Island/Australien
Portimao/Portugal
Assen/Niederlande
Most/Tschechien
Aragon/Spanien
Misano/Italien
Donington Park/Großbritannien
Magny-Cours/Frankreich
Cremona/Italien
Estoril/Portugal
Wie jedes Jahr werden die Klassen Superbike und Supersport bei allen Veranstaltungen dabei sein, Sportbike und die Frauen nur bei ausgewählten.
Saisonstart 2027 in Australien
Los geht es am Wochenende 19. bis 21. Februar auf Phillip Island in Südaustralien. Dort wurde die Saison über die Jahre meistens am letzten Februar-Wochenende eröffnet. Doch weil in dieser Woche 2027 die große Avalon-Flugshow auf der anderen Seite der Bucht von Melbourne stattfindet, rückt der SBK-Event eine Woche nach vorne.
Es ist – zumindest vorerst – das letzte Mal, dass die Superbike-WM auf der malerischen Insel mit einer der spektakulärsten Rennstrecken der Welt gastiert. Die MotoGP findet bereits ab nächstes Jahr in Adelaide statt,
Von den zwölf Rennstrecken im diesjährigen Kalender haben alle bis auf Jerez in Andalusien einen Vertrag für 2027. Wobei jener in Ungarn Stolperfallen birgt: Seit dem Regierungswechsel im Mai und mit neuem nationalem Promoter Hungaroring herrscht Ungewissheit, was zukünftige Rennen am Plattensee betrifft. Die Anlage befindet sich in Privateigentum, die Veranstaltung wurde aber mit Geldern der öffentlichen Hand subventioniert. Ob das auch weiterhin so sein wird, ist offen.
Hohe Kosten für Übersee-Events
Promoter Liberty (früher Dorna) unterliegt mit den aktuellen Verträgen mit TV-Sendern, Herstellern und Sponsoren gewissen Einschränkungen, was die Kalendergestaltung betrifft. Zwölf Veranstaltungen sind festgeschrieben, dafür wurden die Kalkulationen und Budgets gemacht. Sind es mehr oder weniger, geht die Rechnung nicht mehr auf. Käme ein 13. Meeting hinzu, erhält Liberty dafür von seinen Partnern kein zusätzliches Geld, so ein Rennen müsste sich finanziell selbst tragen. Was schwierig ist, weil Libertys Kosten für die Ausrichtung eines Übersee-Events um den Faktor 3 höher sind als in Europa.
Die genannten zehn Veranstaltungen sind fix, vertraglich auch Ungarn. Die Hersteller wünschen sich seit Jahren die Rückkehr nach Asien und in die USA. Finanziell hätte Liberty, wie oben beschrieben, einen größeren Spielraum, wären diese Rennen im Rahmen der zwölf Veranstaltungen. Ohne Jerez ist ein Platz im Kalender frei, bricht Ungarn weg, wären es sogar zwei.
Rennen in Asien und den USA erwünscht
Thailand steht aus terminlichen Gründen nicht zur Debatte, die Rückkehr nach Sepang in Malaysia ist Stand heute unwahrscheinlich. China wäre naheliegend und erwünscht, aus dem Reich der Mitte stammen die Hersteller Kove, QJ und ZX Moto. In Chengdu und Ningbo gibt es zwei Rennstrecken, beide im Eigentum der Geely Holding, die für eine Homologation in Frage kommen. Verantwortliche des Motorrad-Weltverbands FIM haben diese auch bereits inspiziert, die Gespräche mit der Dorna befinden sich aber noch in einem frühen Stadium.
Fortgeschrittener ist das Interesse des Barber Motorsport Parks in Birmingham/Alabama, zwei Autostunden westlich von Atlanta. Dort wird überlegt, die Superbike-WM im Rahmen des
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