Superbike-Rookie Alberto Surra (Ducati) legte sich mit Werkspiloten an
Der aufstrebende Superbike-Rookie Alberto Surra nutzte sein Heimrennen in Misano für sein bisher erfolgreichstes Wochenende. Der Ducati-Pilot hätte sogar noch mehr Punkte holen können.
Bei einem Heimrennen steht ein Rennfahrer immer unter einem gewissen Erfolgsdruck. Die Massen auf den Tribünen und die Sponsoren erwarten es, auch wenn es nicht so offen kommuniziert wird.
Seit Balaton Park fährt Alberto Surra konstant in den Top-10, was für einen Rookie keineswegs selbstverständlich ist, auch wenn er mit der Ducati V4R das derzeit beste Motorrad zur Verfügung hat. Mit 22 Jahren ist der Italiener der zweitjüngste Pilot der Superbike-WM 2026, aber er agiert bereits sehr abgeklärt.
Nach seinem besten Finish als Vierter im Superpole-Race im MotorLand Aragon lieferte Surra am vergangenen Wochenende bei seinem Heimrennen auf dem Misano World Circuit hinsichtlich eingefahrener WM-Punkte sein erfolgreichstes Meeting ab. Mit viel Herz und Einsatz erkämpfte sich der Motocorsa-Pilot die Plätze 6, 7 und 6.
«Ich war sehr zufrieden mit dem Samstag, sowohl mit dem Qualifying als auch mit dem Rennen. Es war ein schwieriger Tag aufgrund der Hitze und des mangelnden Grips auf der Strecke, aber das Team und ich haben super zusammengearbeitet, und das Ergebnis spricht für sich», sagte der Turiner. «Ich bin wirklich glücklich. Ich habe mich in allen drei Rennen trotz der extremen Hitze gut behauptet. Dass es mein Heimrennen war, hat es noch schwieriger gemacht, aber meine Freunde und die Unterstützung der italienischen Fans haben mir einen enormen Schub gegeben.»
Das für Surra schwierigste Rennen war das Superpole-Race, in dem er für mehrere Runden die vierte Position belegte. Unter dem Druck von Bimota-Werkspilot Axel Bassani machte der Rookie einen Fehler und reihte sich hinter seinem Landsmann und nur knapp vor BMW-Star Miguel Oliveira als Fünfter ein. Weil Surra beim Zurückfahren auf die Strecke nicht auf den Verkehr geachtet hat, bekam er von der Rennleitung eine Drei-Sekunden-Strafe aufgebrummt. Dadurch fiel er hinter den Portugiesen und Lorenzo Baldassarri (Ducati) auf Platz 7 zurück.
«Die Strafe hat mich zwar enttäuscht, aber insgesamt war es ein absolut positives Wochenende», betonte Surra. «Ich möchte meinem Team ganz herzlich danken, denn wir leisten zusammen wirklich großartige Arbeit.»
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