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Mugello, Zeittraining: Nach zwei roten Flaggen Di Giannantonio mit Bestzeit

In Mugello fuhren Ducati-Piloten an die Spitze. Yamaha-Pilot Quartararo und Brad Binder (KTM) sorgten für rote Flaggen im MotoGP-Zeittraining. Marc Marquez auf Anhieb im Q2 – Pedro Acosta muss ins Q1.

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Das erste freie Training der MotoGP am Freitagmorgen hatte zwar überwiegend auf trockener Piste stattgefunden, doch der herrliche Rennkurs der Toskana war noch weit weg von einem idealen Zustand, das hatten auch die Zeiten bestätigt. Fabio Di Giannantonio, der die Runde als Schnellster umrundet hatte, fehlten über zwei Sekunden auf die Bestmarke der Piste (1:44,169 min).

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Um 15 Uhr dagegen waren die Voraussetzungen brillant. Erst Minuten zuvor hatte Moto2-Ass Vietti den Rundenrekord in der mittleren WM-Klasse verbessert. Als sich das Feld der Topliga mit den Ersatzpiloten Michele Pirro (für Alex Marquez/Gresini) und Veteran Cal Crutchlow (für Johann Zarco) auf den Weg machte, brannte die Sonne über dem legendären Autodromo.

Wieder war es die Maschine mit Fabio Di Giannantonio, die zunächst an der Spitze auftauchte. Der VR46-Pilot war bereits in der ersten gezeiteten Runde in den 1:45er-Bereich vorgedrungen. Schnell wurde das Tempo weiter gesteigert. Nach zehn Minuten führten Bagnaia und Yamaha-Pilot Alex Rins. Auf P3 Di Giannantonio vor Jorge Martin, Bastianini (KTM) und Marco Bezzecchi. Weltmeister und Rückkehrer Marc Marquez lag derweil mit einer guten halben Sekunde Rückstand auf Rang 11 und damit vorbehaltlich außerhalb des direkten Q2-Einzugs. Noch hinter «MM93» – KTM-Ass Pedro Acosta.

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Erstaunlich – Rookie Diogo Moreira. Der Brasilianer lag die ersten 15 Minuten als bester Honda-Pilot an achter Position. Der zweite Neueinsteiger der MotoGP tat sich schwerer. Mit 1,4 s Rückstand rangierte «El Turco» vor den Ersatzfahrern Pirro und Crutchlow, war damit aber nur 0,2 s langsamer als Markenkollege Quartararo.

Zur Halbzeit der Session und damit zu einem Zeitpunkt, als die Piloten versuchten, viele Runden mit einem möglichen Rennreifen zu simulieren, setzten sich zwei Aprilia-Fahrer an die Spitze. Erst verbesserte sich Ai Ogura auf 1:45,024 min, dann war WM-Leader bereits mit einem weichen Hinterreifen beachtliche sechs Zehntel schneller.

Mit genau 30 Minuten auf der Uhr musste die Session nach einem Crash von Fabio Quartararo abgebrochen werden. Der Franzose war in «Materazzi» abgeflogen und hatte dabei Teile der M1 und viel Dreck auf die Piste geschleudert. «El Diablo» blieb unversehrt und nach Reinigung der Piste ging es fünf Minuten später weiter.

Und sofort gingen wieder Flaggen, wenn auch nur gelbe, raus, denn Jack Miller war nach der Ausfahrt von der Pramac-Yamaha geflogen. Die Top 10 vor der großen Zeitenattacke in der Toskana: Bezzecchi, Ogura, Bagnaia, Rins, Di Giannantonio vor Martin, Fernandez, Bastianini, Aldeguer und Moreira. Damit waren alle vier Aprilia-Piloten vorläufig direkt für das Q2 qualifiziert.

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Maverick Vinales, Marc Marquez und Pedro Acosta hatten dagegen noch die Q2-Aufgabe vor sich. Zwanzig Minuten vor der Flagge befanden sich fast alle Piloten in den Boxen. Ducati-Testfahrer und Gresini-Pilot Michele Pirro nutzte die freie Bahn, blieb aber auf Platz 21.

Losgetreten wurde das große Finale des Zeittrainings von einem Fahrer, der schon lange nicht in Erscheinung getreten ist – Fermin Aldeguer verbesserte sich 12 Minuten vor Schluss auf Platz 2. Dann die nächste Unterbrechung, diesmal verursacht von KTM-Routinier Brad Binder. Die KTM RC16 versagte auf der Zielgeraden ihren Dienst. Da das Bike nicht geborgen werden konnte, blieb erneut nur die rote Flagge.

Als die Strecke um 15.57 Uhr wieder freigegeben wurde, standen noch 11:57 min auf der Uhr. Nun ging es entsprechend zu wie in einem Qualifying mit 22 Piloten. Überraschend verbesserte sich Jack Miller auf Platz 3, weniger überraschend zog Acosta auf Platz 6 vor und verdrängte damit Bastianini aus den Top 10.

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Dann purzelten die Zeiten. Marc Marquez, der sich bis hierher zurückgehalten hatte, schob sich mit einer 1:45,010 min an die Spitze. Sekunden später war der Champion nur noch Fünfter. Mit Di Giannantonio, Bagnaia, Morbidelli und Aldeguer waren vier Ducati-Racer vorbeigezogen. Dann die nächste Überraschung. Zwei Minuten vor Schluss verbesserte sich Enea Bastianini auf Platz 3. Pedro Acosta hing weiter auf Platz 12 fest. In seiner letzten Runde rodelte der Spanier durch den Kies – Q1. Besser machte es Jorge Martin, der sich im letzten Anlauf noch auf Platz 8 schob.

An der Spitze reichte Fabio Di Giannantonios 1:44,808 min, um Platz 1 vor Pecco Bagnaia und Enea Bastianini zu halten. Platz 10 ging an Rookie Diogo Moreira. Aufatmen konnten sowohl Marc Marquez, der bei seiner Rückkehr mit Platz 6 überzeugte, als auch WM-Tabellenführer Marco Bezzecchi (7.). Verrückt wieder einmal die Zeitabstände: Ai Ogura, der als Elfter ins Q1 muss, verlor 0,433 sec.

Keine Überraschung: Nach drei Jahren ohne MotoGP-Rennwochenende landete Cal Crutchlow auf dem letzten Rang. Mit 3,2 s fiel der Rückstand des 40-Jährigen überschaubar aus.

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Pos

Fahrer

Fahrer

Team

Start Nr

Runden

Zeit

01

Fabio Di Giannantonio

Fabio Di Giannantonio

Pertamina Enduro VR46 Racing Team

49

18

1:44,808

02

Francesco Bagnaia

Francesco Bagnaia

Ducati Lenovo Team

63

21

+0,091

03

Enea Bastianini

Enea Bastianini

Red Bull KTM Factory Racing

23

21

+0,103

04

Franco Morbidelli

Franco Morbidelli

Pertamina Enduro VR46 Racing Team

21

23

+0,151

05

Fermin Aldeguer

Fermin Aldeguer

BK8 Gresini Racing MotoGP

54

22

+0,196

06

Marc Márquez

Marc Márquez

Ducati Lenovo Team

93

22

+0,202

07

Marco Bezzecchi

Marco Bezzecchi

Aprilia Racing

72

26

+0,153

08

Jorge Martin

Jorge Martin

Aprilia Racing

89

25

+0,324

09

Álex Rins

Alex Rins

Monster Energy Yamaha MotoGP

42

18

+0,341

10

Diogo Moreira

Diogo Moreira

LCR Honda

11

18

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