Eisspeedway Heerenveen: Sebastian Reitsma triumphiert im Roelof-Thijs-Pokal
Zum Auftakt des letzten Eisspeedway-Events der Saison 2026 konnte Lokalmatador Sebastian Reitsma die Fans im Thialf-Stadion in Heerenveen mit dem Sieg im Roelof-Thijs-Pokal von den Sitzen reißen.
24 Fahrer, unter ihnen mit Amber Kramer auch eine schnelle Dame, traten im Roelof-Thijs-Pokal am Freitagabend in Heerenveen an, das Rennen fand in diesem Jahr wieder im K.o.-System mit 24 Heat statt. Im Feld tummelten sich auch einige Rookies, sodass der Beginn des Rennens aufgrund einiger Abbrüche nach Stürzen zäh war. Für Aufsehen sorgte zum Auftakt Amber Kramer, die einen starken ersten Lauf hinlegte und mit dem zweiten Rang eine Runde weiterkam. Für die Niederländerin, die im achten Lauf nur Vierte wurde, endete der Renntag in Heat 9, als sie mit Highspeed auf der Außenlinie dem führenden Bernhard Sanftl auffuhr, in die Streckenbegrenzung krachte und ihr herumfliegendes Motorrad Simon Mayer abräumte, der sich dabei am Knie verletzte.
Sanftl, der von Max Niedermaier mit Material ausgestattet worden war, fuhr in seinem ersten internationalen Rennen nach einem dritten Platz zum Auftakt über die K.o.-Läufe 5 und 9, die er gewann, bis in die Hauptrunde. Dort war dann jedoch gegen die erfahrenen Piloten für den 42-jährigen Rookie Schluss. «Ich bin sehr zufrieden. Mich hat es im Rennen nicht geschmissen und ich habe zwei Laufsiege einfahren können, das macht Mut und es ist einfach nur schön, wenn man in der Auslaufrunde vielen Bekannten im Publikum winken kann», so der Bayer. «Ich bin Max Niedermaier extrem dankbar, dass er mir das alles ermöglicht hat mit seinem Motorrad, seiner Ausrüstung und den vielen Tipps.»
In den folgenden K.o.-Läufen vor den Halbfinals war dann auch für Franz Mayerbüchler Schluss, der fürs Hauptfeld gesetzt war, als er sich nicht gegen Christoph Kirchner und Maximilian Niedermaier durchsetzen konnte.
Abbruch kostet Jimmy Hörnell den Finaleinzug
In den Halbfinals mit den Top-8 ging es darum, die jeweils vier Teilnehmer für das große Finale um den Tagessieg und das kleine Finale zu ermitteln. Im ersten Halbfinale zeigte Arttu Lehtinen einen wilden Ritt, als er versuchte, am führenden Schweden Melwin Björklin vorbeizuziehen. Der kämpferisch fahrende Finne konnte gerade noch einen Sturz vermeiden und den zweiten Platz ins Ziel bringen, während Leon Kramer und Maximilian Niedermaier ins kleine Finale mussten.
Kurios wurde es im zweiten Halbfinale: Jimmy Hörnell führte zunächst, wurde dann jedoch von Sebastian Reitsma überholt und auch Christoph Kirchner setzte in der letzten Runde zu einer Attacke auf den zweitplatzierten Schweden an, bei der er jedoch die Streckenbegrenzung touchierte, was zum Abbruch führte. Der Lauf wurde, auch zur Überraschung von Hörnell und Reitsma, nicht gewertet und im Rerun fiel Hörnell vom ersten auf den dritten Rang zurück, als zunächst Reitsma und dann auch noch der Engländer Paul Cooper am Schweden vorbeigingen.
Sturzserie im Finale
Im kleinen Finale machte Leon Kramer den fünften Platz perfekt, während Kirchner an Hörnell vorbeigehen konnte und sich als Zweiter und damit bester Deutscher den sechsten Gesamtrang sicherte. Auch Maximilian Niedermaier kam noch am Schweden vorbei und beendete den Rennabend als Siebter.
Im großen Finale gingen Reitsma und Lehtinen an die Spitze des Feldes, aber noch in der ersten Runde konnte der erneut bissig fahrende Finne das Motorrad nicht mehr halten und stürzte auf die Strecke, sodass das Finale mit drei Fahrern noch einmal gestartet werden musste. Da Coopers Motorrad am Start ausging, blieben am Startband nur noch Björklin und Reitsma übrig, die zu zweit ins Rennen gingen. Der junge Schwede übernahm die Führung, doch Reitsma ging in der zweiten Runde innen vorbei. Zu allem Überfluss stürzte Björklin in der Zielkurve in die Strohballen, was zur Folge hatte, dass Reitsma nach 2025 zum zweiten Mal in Folge den Roelof-Thijs-Pokal gewann.
Ergebnisse Roelof-Thijs-Pokal Heerenveen/NL:
Sebastian Reitsma (NL)
Melwin Björklin (S)
Paul Cooper (GB)
Arttu Lehtinen (FIN)
Leon Kramer (NL)
Christoph Kirchner (D)
Maximilian Niedermaier (D)
Jimmy Hörnell (S)
Isak Dekkerhus (S)
Franz Mayerbüchler (D)
Jo Saetre (N)
Emil Lingvall (S)
Niek Schaap (NL)
Bernhard Sanftl (D)
Josef Kreuzberger (A)
Remon Huizinga (NL)
Simon Mayer (D)
Robin Häggström (S)
Amber Kramer (NL)
David Lizak (CZ)
Aaron Schokker (NL)
Niek Meijerink (NL)
Tobias Nordkvist (S)
Karim Boezerooy (NL)
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