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EWC 24h Le Mans: YART gewinnt, BMW-Drama im finalen Renndrittel!

YART kam als einziges der Spitzenteams fehlerfrei durch die 24 Stunden von Le Mans und gewann beim EWC-Auftakt 2026. BMW überzeugte mit Effizienz, doch das Pech vom Finale 2025 setzte sich fort.

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Die Weltmeister-Mannschaft ist mit einem Sieg in die EWC-Saison 2026 gestartet: YART setzte sich beim Auftakt in Le Mans souverän durch. Marvin Fritz, Karel Hanika und Neuzugang Leandro Mercado kamen nahezu fehlerfrei durch die 24 Stunden, während die großen Herausforderer von BMW, Suzuki und Honda einige Probleme bekamen.

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Bereits der Auftakt der 24 Stunden von Le Mans zeigte, dass die EWC-Saison 2026 keine Anlaufphase kennen würde. F.C.C. TSR Honda erwischte den besten Start und bestimmte zunächst das Tempo, während Favoriten wie YART und das BMW-Werksteam durch Probleme in der Anfangsphase zurückgeworfen wurden.

Marvin Fritz (YART) und Markus Reiterberger (BMW) verloren direkt Positionen, kämpften sich jedoch mit zunehmender Renndauer zurück ins Geschehen. Schon in den ersten zwei Stunden wurde klar, dass neben Geschwindigkeit vor allem Strategie entscheidend sein würde: BMW setzte früh auf Effizienz und längere Stints – ein Ansatz, der sich im weiteren Rennverlauf als zentraler Faktor herausstellen sollte.

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Während Honda zunächst führte, begann sich das Rennen nach den ersten Boxenstopps zu sortieren. YART fand zunehmend in den Rhythmus, insbesondere Fritz steigerte sich deutlich nach einem schwierigen ersten Stint. Parallel dazu zeigte BMW mit beeindruckender Konstanz und cleverem Benzinmanagement seine Stärke.

YART und BMW wechseln sich an der Spitze ab

Bis zur 5-Stunden-Marke entwickelte sich ein intensives Duell zwischen YART und BMW, bei dem sich die Führung mehrfach durch unterschiedliche Boxenstrategien verschob. Hinter dem Spitzenduo hielt sich SERT zunächst stabil in Schlagdistanz, während erste Rückschläge das Feld ausdünnten – etwa der frühe Ausfall des Marc-VDS-Teams durch einen Motorschaden.

Zur ersten großen Zwischenwertung nach acht Stunden spielte BMW seine Strategie perfekt aus: Eine Safety-Car-Phase komprimierte das Feld und neutralisierte YARTs Vorsprung, während die längeren Stints der Münchner den entscheidenden Vorteil brachten. BMW sicherte sich die Maximalpunktzahl, obwohl sich auf der Strecke weiterhin ein enges Kräfteverhältnis zwischen den Topteams abzeichnete. Gleichzeitig begann das Rennen, erste Opfer zu fordern: Das F.C.C. TSR Honda-Team wurde durch einen schweren Sturz weit zurückgeworfen und verlor jede Chance auf ein Topresultat.

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In der Nachtphase wandelte sich der zunächst enge Dreikampf zunehmend zu einem Zweikampf zwischen YART und BMW. Beide Teams kamen vergleichsweise stabil durch die schwierigen Bedingungen, während SERT durch Zwischenfälle und Zeitverluste den Anschluss verlor. Dahinter nutzten Teams wie ERC Endurance die Gelegenheit, sich nach vorne zu arbeiten. Mehrere Safety-Car-Phasen, schwierige Streckenbedingungen bei Kälte und hoher Luftfeuchtigkeit sowie die zunehmende Erschöpfung der Fahrer machten die Nacht zur entscheidenden Bewährungsprobe.

Rauchentwicklung, ein Sturz und zahlreiche Stopps werfen BMW zurück

Der Wendepunkt des Rennens folgte jedoch in den Morgenstunden: Das bis dahin führende BMW-Werksteam wurde durch technische Probleme ausgebremst. Ein Defekt führte zu mehreren ungeplanten Boxenstopps, instabilem Fahrverhalten und schließlich einem Sturz von Michael van der Mark. Trotz weiterhin konkurrenzfähiger Rundenzeiten verlor BMW mehrere Runden und damit die Kontrolle über das Rennen. YART übernahm die Führung und profitierte von der bis dahin nahezu fehlerfreien Performance.

Doch auch danach blieb das Rennen chaotisch: BMW kämpfte sich nach Reparaturen zurück, erhielt jedoch zusätzlich eine Zeitstrafe, weil van der Mark einen Gegner zu Sturz brachte. SERT hatte seinerseits mit ungewöhnlichen Problemen wie einem lockeren Visier zu kämpfen, konnte aber durch Konstanz die zweite Position behaupten. Weitere Safety-Car-Phasen – ausgelöst durch spektakuläre Motorschäden im Feld – sorgten immer wieder für neue Dynamik.

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YART ließ in den finalen Stunden nichts anbrennen. Hanika, Fritz und Mercado gingen vorsichtiger zu Werke und verzichteten auf riskante Manöver. Der Vorsprung von gut fünf Runden nahm den Druck raus. Dahinter drehte SERT seine Runden und hatte einen Puffer von drei Runden auf BMW. Die Positionen schienen bezogen.

Ratlose Gesichter in der BMW-Box

Doch BMW bekam erneut Probleme: Um 13:12 Uhr Ortszeit fuhr Markus Reiterberger in Kurve 1 von der Strecke. Die Werks-BMW musste entgegen der Fahrtrichtung durch die Boxengasse geschoben werden. Es erfolgte eine schnelle Reparatur der M1000RR. Auf der Strecke hatte man bereits die dritte Position an Webike-Kawasaki verloren. Steven Odendaal stieg auf das Motorrad, doch die BMW blieb am Ende der Boxengasse erneut stehen.

An der Maschine mit der Nummer 37 wurde erneut geschraubt. Währenddessen zogen die beiden BMW-Teams von ERC und Autorace Ube vorbei. Ersten Berichten zufolge kämpfte das BMW-Werksteam mit einem Kupplungsproblem. In der Box sah man viele verzweifelte Gesichter. Das Team wurde durchgereicht und rutschte aus den Top-15.

YART mit weltmeisterlicher Vorstellung beim EWC-Auftakt 2026

Unbeeindruckt von den Ereignissen sicherte sich YART den Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans mit einem Vorsprung von fünf Runden auf SERT. Webike-Kawasaki profitierte von den Problemen der Konkurrenz und komplettierte beim Saisonauftakt das Podium.

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ERC Endurance mit Marcel Schrötter beendete den Langstrecken-Klassiker als bestplatziertes BMW-Team auf der vierten Position. Schrötter kämpfte mit Rückenschmerzen, biss sich aber mit seinen Teamkollegen durch das Rennen. Die deutsche ERC-Mannschaft war gleichzeitig das bestplatzierte Dunlop-Team im von den Bridgestone-Teams dominierten Feld.

Das Autorace-Ube-BMW-Team rund um Sylvain Guintoli rundete die Top-5 ab. Vom puren Speed war Autorace Ube beeindruckend schnell. Das Team verlor auf Grund eines Bremsproblems und einiger nicht perfekter Boxenstopps viel Zeit in der Box.

BMW gewinnt die Stockwertung

Auf der sechsten Position kam das führende Stockteam ins Ziel: Champion-Hert by MRP (Kovacs, Bühn, Cresson) zeigte eine beeindruckende Leistung und ließ einige EWC-Teams hinter sich.

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Das Team Bolliger Switzerland (Thöni, Toledo, Valtonen) beendete das Rennen auf der siebten Position der Gesamtwertung. Honda No Limits (Giannini, Pons, Brink, Vietti-Ramus) landete als zweitbestes Stockteam auf der achten Position. Mana-au Competition (Fetz, Aebi, Vasta) und TRT27 AZ moto (Ward, Oliver, Lathi, Watanuki) komplettierten die Top-10.

Das Motobox-Kremer-Team mit Lennox Lehmann und Max Kofler befand sich bereits in den Top-10, doch ein Elektronikproblem warf das Yamaha-Team in der Schlussphase zurück.

Die Werks-BMW verließ 14:56 Uhr die Boxengasse, um es in die Wertung zu schaffen und einige Punkte zu sammeln. Markus Reiterberger pilotierte die M1000RR nach einer Reparaturpause von mehr als einer Stunde ins Ziel. Die Mühen wurden mit einem zwölften Platz in der EWC-Wertung belohnt.

Der Sieg in der Pro-Wertung ging an die Nummer 96, das Team Legacy Competition mit Jordy Manneveau, Pierre Gelas, Ludovic Hauser und Jonathan Hugot auf Yamaha R1.

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Der Endstand nach 24 Stunden Fahrzeit:

  1. YART (Fritz, Hanika, Mercado), Yamaha R1 (Bridgestone), 859 Runden

  2. SERT (Black, Masson, Linfoot), Suzuki GSX-R1000R (Bridgestone), +5 Runden

  3. Kawasaki Webike (Ramos, Gamarino, Leblanc), Kawasaki ZX-10RR (Bridgestone), +11 Runden

  4. ERC Endurance (Schrötter, Foray, Checa), BMW M1000RR (Dunlop), +12 Runden

  5. Autorace Ube Racing (Uramoto, Guintoli, Soomer), BMW M1000RR (Bridgestone), +12 Runden

  6. Champion-Hert by MRP (Kovacs, Bühn, Cresson), BMW M1000RR (Dunlop) - STOCK, +21 Runden

  7. Bolliger Switzerland (Thöni, Toledo, Valtonen), Kawasaki ZX-10R (Pirelli), +30 Runden

  8. Honda No Limits (Giannini, Pons, Brink, Vietti-Ramus), Honda CBR1000RR-R (Dunlop) - STOCK, +32 Runden

  9. Mana-au Competition (Fetz, Aebi, Vasta), Honda CBR1000RR-R (Dunlop), +35 Runden

  10. TRT27 AZ moto (Ward, Oliver, Lathi, Watanuki), Honda CBR1000RR-R (Dunlop) - STOCK, +37 Runden

  11. Maxxess by MBRT3D (Sanchis Martinez, Edwards, Gregorio), Kawasaki ZX-10RR (Dunlop), +38 Runden

  12. F.C.C. TSR Honda (Techer, Perolari, McPhee), Honda CBR1000RR-R (Bridgestone), +40 Runden

  13. Dafy-Kaedear-Rac41 (Poncet, Ishizuka, Manfredi), Honda CBR1000RR-R (Dunlop) - STOCK, +40 Runden

  14. Revo-M2 (Ferroni, Saltarelli, Calia), Aprilia RSV4 (Dunlop) - STOCK, +47 Runden

  15. Team 18 Pompiers Igol (Pellizotti, Guittet, Alcoba, De Cancellis), Yamaha R1 – STOCK, +49 Runden

Der WM-Stand nach dem ersten von vier EWC-Events:

Folgt in Kürze.

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