Euro Moto Sportbike
Assen: Sportbike-Spektakel – Siege für Ruben Bijman und Tobias Kitzbichler
Im Warm-up musste der Niederländer vom Team Apreco noch wegen einer zickenden Elektronik bangen. Dann ballerte er von der Pole-Position erstmals auf den ersten Platz. Tulo und Reiti auf P2 und 3.
Für Twan Smits aus dem Team Apreco war es bei seinem Heimrennen die erste Pole Position in der Euro Moto Superbike. Im Warm-up zickte dann erst mal seine Elektronik, bis zum Rennen wurde dann nochmal der kleine Kundendienst fällig. Nach seiner Verletzung von Oschersleben hatte sich der Yamaha-Pilot in der Vorwoche mit einen Gaststart bei der Niederländischen Meisterschaft auf das drittletzte Euro Moto Wochenende vorbereitet.
Neben ihm hatten der in seiner Drehzahl auf 15.600 Umdrehungen eingeschränkte Lukas Tulovic Platz genommen, auf Rang 3 nahm Marcel Schrötter die Rennen in Angriff. Tulovic fackelte nicht lange und übernahm nach dem Erlöschen der Ampel die Führung, um möglichst wenig Kontakt mit der Konkurrenz zu haben. Denn so lässt sich der Drehzahlmesser leichter im Blick behalten als im direkten Kampf. Smits klemmte sich gleich an das Hinterrad der Ducati. Reiterberger kassierte in seiner ersten Runde Marcel Schrötter und klinkte sich bei Tulovic und Smits ein. Die Verfolger vom Team GERT56 waren nach zwei Runden schon um eine Sekunde abgehängt.
Das Spitzen-Trio setzte sich weiter ab. Bei den Verfolgern war Florian Alt, der nach einem schwierigen Training aus der letzten Reihe losmusste, inzwischen angekommen und sagte schon mal bei Toni Finsterbusch ‚Grüß Gott‘. In der sechsten Runde wechselten die Positionen an der Spitze. Smits ging an Tulovic vorbei und machte gleich ein paar Meter gut. Hinter Tulovic drängelte Reiterberger, kam aber erst mal nicht vorbei.
Smits hielt seinen Vorsprung zur Halbzeit bei einer überschaubaren halben Sekunde und das Duo Tulovic/Reiterberger ließ sich nicht abschütteln. Aus dem Verfolger-Trio war ein Duo aus Jan-Ole Jähnig und Marcel Schrötter. Toni Finsterbusch und Alt waren mit jeweils einer Sekunde Rückstand alleine unterwegs. Reiterberger versuchte das Überholmanöver bei Tulovic, doch der konterte erfolgreich. Kurz später patzte Reiterberger ausgangs der letzten Schikane, verlor reichlich Zeit und verlor damit den direkten Kontakt zum Ducati-Piloten.
Smits und Tulovic machten das Ding an der Spitze unter sich aus. Reiterberger gelang es in den letzten Runden nicht mehr, die Lücke zu schließen. Stattdessen musst er noch aufpassen, dass Schrötter nicht noch in Schlagdistanz geriet. In der vorletzten Runde betrug Smits‘ Vorsprung 0,801 min. In die letzte Runde ging er dann mit 2,242 sec Vorsprung, Tulovic hatte ein Einsehen und ließ den Niederländer ziehen. Pechvogel des Rennens war Jan Mohr, der einen neunten Platz im Kies versenkte.
Dominique Aegerter hatte es im Vorjahr mit der Yamaha bei seinem IDM Superbike-Gaststart vorgemacht. Twan Smits machte es ihm ein Jahr später nach und holte seinen ersten Superbike-Sieg. Die Plätze 2 und 3 blieben in den Händen von Lukas Tulovic und Markus Reiterberger.
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