Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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Seit Wochen kreiste bereits der Pleitegeier über Huntingdon, dem Sitz der britischen Rennwagenschmiede Lola. Heute schuf das 1958 gegründete Traditionsunternehmen Fakten und meldete für seine Sparten Lola Cars und Lola Composites Insolvenz an. Lola Cars ist für den Bau der Rennfahrzeuge zuständig, zuletzt überwiegend Le Mans Prototypen der P1 und P2-Klasse. Lola Compositions ist neben dem Motorsport auch in der Rüstungs- und Luftindustrie tätig.
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Nach Angaben von Lola ist die wirtschaftliche Lage und eine Streichung von Steuervergünstigungen im Bereich Forschung und Entwicklung durch die britische Regierung für die aktuelle Misere verantwortlich. Die Lola-Geschäftsleitung spricht nun mit möglichen Käufern und Investoren und wird sich nicht vor dem kommenden Montag zu weiteren Details und möglichen Überlebenschancen äussern. Die Lola-Pleite ist nicht verwunderlich. In der einstigen Domäne der Briten, im Formel-Sport, spielt Lola keine Rolle mehr und die Stückzahlen im Bereich der LMP-Prototypen sind mehr als überschaubar.
Zuletzt stand Lola nach dem Mastercard-Formel 1-Desaster 1997 vor dem Aus. Nur eine massive Finanzspritze und die Übernahme des heutigen Besitzers, des Iren Martin Birrane, sicherte das Überleben. Nun war es der mit Immobiliengeschäften zu einem beträchtlichen Vermögen bekomme Birrane offenbar leid, weiter Geld in das Unternehmen zu pumpen.
Noch vor dem ersten Rennen 2026 wurden hinter den Kulissen Fahrerverträge für 2027 vorbereitet. Bei allem Neuigkeitswert dürfte das dem Sport mehr Schaden als Nutzen bringen. Ein Kommentar.
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