Alex Albon (Williams): Jetzt Murmeltiere adoptieren? Crash-Aus im Kanada-GP
Williams-Pilot Alex Albon überfuhr in Kanada ein Murmeltier, zerstörte beim Ausweichmanöver seinen Boliden. Im Grand Prix dann wieder das Aus! Diesmal nach einer Kollision mit Oscar Piastri.
Es sollte einfach nichts so richtig klappen für Williams-Pilot Alex Albon an diesem Kanada-Wochenende. Er verunfallte im Training, konnte nicht am Sprint-Qualifying teilnehmen, wurde im Sprint 19. Im Grand-Prix-Qualifying reichte es nur für Startplatz 18 und im Rennen wurde er von Oscar Piastri rausgecrasht.
Sportlich und persönlich begann das Elend im FP1: Im ersten und einzigen Training vor den gezeiteten Sessions hatte Alex Albon ein Murmeltier überfahren. Die kleinen Tierchen leben auf der Ile Notre Dame, wo die Rennstrecke ist, kreuzen immer wieder die Rennstrecke – und kommen manchmal leider den Formel-1-Boliden in die Quere. Albon versuchte noch, auszuweichen, erwischte das Murmeltier aber trotzdem und zerstörte seinen Williams beim Ausweichen in Richtung Betonmauer.
Vowles: Jetzt Murmeltierfamilie adoptieren?
Albons Teamchef James Vowles sagte beim britischen Sky nach der Trainingskollision: «Es ist eines der Risiken auf dieser Rennstrecke und es gab das leider schon öfters. Alex hat ein Murmeltier erwischt und der Schaden ist leider groß.» Es ging Albon selbst aber den Umständen entsprechend gut – trotz Murmeltiertod (Albon ist ein großer Tierfreund) und trotz des Einschlags, der seinen Williams zerstörte. Vowles: «Als er zurück in der Garage kam, war er schon eher besorgt über seine Mutter, die den Verdacht hatte, dass er jetzt eine Murmeltierfamilie adoptieren muss.»
Albon ist bekennender Tierfreund, hat mehrere Katzen, einen Hund und Pferde. Die nennt er seinen «Zoo» und hat sogar einen Instagram-Account mit dem Namen @albon_pets, auf dem er regelmäßig Fotos von seinen Haustieren postet. Die Tierschutzorganisation PETA erklärte Albon trotz seiner Murmeltier-Kollision zum «Gewinner» – und zwar weil er alles versucht habe, den Unfall mit dem Tier zu vermeiden.
Im GP dann Crash mit Piastri
Die Rache der Murmeltiere kam dann im Rennen am Sonntag in Form von Oscar Piastri: Der Australier erwischte Albon in Runde 13 des Kanada-GP in Kurve 10. Der McLaren-Pilot war wegen seiner unglücklichen Reifenstrategie und einem frühen Stopp so weit hinten im Feld unterwegs. Für Albon war das Rennen nach der Berührung beendet, Piastri musste an die Box zum Flügeltausch kommen, konnte aber weiterfahren. Später bekam Piastri von den Rennkommissaren die volle Schuld am Unfall zugesprochen. Der Australier musste eine 10-Sekunden-Strafe verbüßen, landete außerhalb der Punkteränge.
Albon über Piastri-Crash
Albon sagte nach dem Rennen über die Kollision: «Es war nicht gerade ideal. Das war das erste Mal an diesem Wochenende, dass sich die Dinge einfach angenehmer anfühlten. Wir müssen verstehen, warum, denn was wir gemacht haben, war nicht extrem und hat ziemlich gut funktioniert, also gibt es da einiges zu lernen. Was Oscar angeht, war es natürlich einfach Pech. Ich glaube nicht, dass er das Überholmanöver geplant hatte. Er ist einfach von den Streckenbedingungen überrascht worden, und so etwas passiert eben. Ich glaube, Punkte wären heute definitiv möglich gewesen, aber nun ja.»
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