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Aston Martin: Nach Adrian Newey-Kritik findet Honda – nur Missverständnis

Aston Martin-Honda fährt auch beim Heimrennen der Japaner hinterher: Alonso Drittletzter, Stroll Letzter. Honda wehrt sich nach Kritik von Adrian Newey, da handle es sich wohl um ein Missverständnis.

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Timo Glock ist fassungslos über die jämmerliche Darbietung von Aston Martin-Honda im ersten WM-Teil 2026. Der 44-jährige Hesse kritisierte schon in Australien: «Das ist eine Vollkatastrophe, ein absoluter Tiefschlag für Honda. Aston Martin und Honda haben in ihr Bündnis viel investiert, und jetzt das. Was für ein desaströser Saisonbeginn!»

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«Wieso ist bei Aston Martin erst im Herbst 2025 mitbekommen worden, dass viele erfahrene Techniker bei Honda nicht mehr im F1-Programm arbeiten? Erst dann wurde offenbar klar, dass Honda da in Sachen Personal nicht optimal aufgestellt ist. Wieso hat das die Teamleitung von Aston Martin nicht gewusst? Ganz ehrlich – das kann ich nicht verstehen.»

Das Rotations-Konzept von Honda

Honda hat bei seinen Ingenieuren schon immer nach einer Rotation gearbeitet: Techniker, die sich im Sport verdient machen, wechseln zur Serienfertigung, junge Leute werden nachgeholt. Das war schon in den 80er und 90er Jahren so, in der erfolgreichen Ära mit Williams und McLaren.

Doch dann kam den Japanern das Timing in die Quere: 2021 verkündeten die Japaner, dass sie die Königsklasse verlassen werden. Als Folge davon baute Red Bull Racing mit Partner Ford eine eigene Antriebseinheit.

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Später dann ein verblüffender Kurswechsel bei Honda: doch kein Ausstieg! Die veränderten Regeln für die Formel 1 ab 2026 überzeugten die Japaner, dass sie weitermachen sollten. Mit Aston Martin als neuem Partner.

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Kritik von Adrian Newey

Aston Martin-Technikguru und -Teamchef Adrian Newey gab im Rahmen des Australien-GP zu bedenken: «Sie sind mit vielleicht 30 Prozent ihres ursprünglichen Teams zurückgekehrt – und das in der Ära der Budget-Deckelung. Sie standen also von Anfang an mit dem Rücken zur Wand, und leider fällt es ihnen schwer, das wieder aufzuholen.»

Gemäss Newey erkannten er und Aston Martin-Besitzer Lawrence Stroll erst im Oktober 2025, dass die Ingenieurs-Mannschaft im Rennmotorenwerk von Sakura markant gewechselt worden war.

In Suzuka nun meint Koji Watanabe, Geschäftsleiter und Präsident von der Honda-Rennabteilung HRC: «Im Grunde genommen halte ich das für ein Missverständnis. Unsere Strategie ist es, Ingenieure aus dem Motorsport regelmässig in die Serienfertigung oder in fortschrittlichere Technologien wie Jetantriebe, eVTOL oder Hydrauliksysteme zu rotieren.»

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«Klar hat der Neuaufbau der Organisation Zeit gekostet, das war wohl seine Sorge, denke ich. Aber jetzt haben wir eine ausreichende Organisation und die nötigen Talente.“

Honda-Baustellen: Vibrationen und mangelnde Leistung

Honda hat mit der 2026er Antriebseinheit zwei grosse Baustellen: Der Verbrenner ist zu wenig leistungsstark und vibriert so stark, dass der elektrische Teil in Mitleidenschaft gezogen wird (und das Fahrerduo obendrein).

Watanabe weiter: «Derzeit konzentrieren wir uns darauf, wie wir die Vibrationsproblematik, insbesondere im Batteriebereich, verbessern können. Aber auch für diesen Suzuka-Einsatz haben wir das Energie-Management optimiert, um die Fahrleistung zu steigern.»

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«Der schwierigste Punkt besteht darin, dass wir mit der Entwicklung etwas später angefangen haben als die anderen. Tests auf dem Prüfstand zeigen, dass die Vibrationen auf einem akzeptablen Niveau liegen, aber sobald wir die Motoren ins tatsächliche Chassis integrieren, werden diese Vibrationen deutlich stärker als beim Prüfstandstest.»

„Natürlich können wir das Problem nicht allein mit dem Antrieb lösen. Deshalb arbeiten wir eng mit Aston Martin zusammen, um das Problem zu lösen – nicht nur am Antrieb, sondern gemeinsam an der gesamten Fahrzeugarchitektur. Wir haben gemeinsam mit Aston Martin einen Wiederaufbauplan. Aber darüber können wir heute noch nichts verraten.“

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