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Autos 2016: Was steckt hinter den Bezeichnungen?

​SPEEDWEEKipedia: Leser fragen, wir finden die Antwort. Heute: Noch ist nicht klar, wie alle elf Formel-1-Renner der Generation 2016 heissen. Klar aber ist, was sich hinter den Namen verbirgt.

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In loser Reihenfolge gehen wir in Form von "SPEEDWEEKipedia" auf Fragen unserer Leser ein. Dieses Mal will Heiner-Peter Jens aus Köln wissen: "Ich möchte gerne wissen, ob schon alle Rennwagennamen der Saison 2016 feststehen und wieso die Rennställe jeweils auf ihre verschiedenen Bezeichnungen kommen."

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Nein, noch stehen offiziell nicht alle Fahrzeugnamen fest. Erst jene von McLaren, Red Bull Racing, Sauber, Toro Rosso und Williams, also beginnen wir mit diesen.

McLaren MP4-31 ist der 31. Wagen von "McLaren Project Four" – des ursprünglichen Rennstalls von Ron Dennis in den Formeln 3 und 2. Four, also vier, hiess das Team damals so, weil es sich um den vierten Versuch von Ron Dennis handelte, im Motorsport Fuss zu fassen. Jahrelang hielt sich übrigens das Gerücht, das M stehe für den langjährigen Sponsor Marlboro, aber das stimmt nicht.

Red Bull Racing geht völlig logisch vor: RB12 steht für das zwölfte Formel-1-Modell des Hauptteams von Red Bull.

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Das C des Sauber C35 bezieht sich auf einen Menschen – die Ehefrau von Firmengründer Peter Sauber, Christiane. Wer hätte gedacht, dass der Schweizer so ein Romantiker ist?

Die Scuderia Toro Rosso hat die Teambezeichnung zur Typennominatur STR abgekürzt, dieses Jahr wird der elfte Wagen eingesetzt, daher folgerichtig STR11.

FW38 heisst der Bolide von Felipe Massa und Valtteri Bottas wegen Teamgründer Frank Williams.

Damit sind wir bei den Teams, die noch nicht offiziell bestätigt haben, wie ihre Renner 2016 heissen werden. Was können wir erwarten?

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Ferrari geht völlig unterschiedlich vor. Früher leiteten sich viele Namen aus technischen Kennzahlen ab – der Ferrari 312 stand für Dreiliter-Motor mit zwölf Zylindern, der 512 für Fünfliter-Aggregat mit zwölf Zylindern. 2003 hiess das Auto F2003-GA, um den verstorbenen Gianni Agnelli zu ehren. 2011 feierte Ferrari den Geburtstag von Italien mit dem 150º. 2014 liess der Rennstall aus Maranello die Fans abstimmen, die meisten wählten F14 T (für Ferrari, das Jahr 2014 und T wie Turbo). Im vergangenen Jahr hiess der Wagen von Sebastian Vettel und Kimi Räikkönen SF15-T (für Scuderia Ferrari, das Jahr 2015 und Turbo). Für 2016 ist alles möglich: SF16-T, F16T, F2016 – wir wissen es noch nicht.

Bei Force India bezieht sich die Abkürzung VJM auf die Initialen von Team-Mitbesitzer Vijay Mallya. Folgerichtig sollte der neue Wagen VJM09 heissen (als neuntes Modell, seit der Rennstall Force India heisst).

Lotus nannt seine Autos E (für Enstone), damit dürfte es vorbei sein, wenn Renault in Paris am 3. Februar in Paris Einzelheiten zur Rückkehr als Werksteam bekanntgibt. Alles andere als eine Kombination mit R (Renault) wäre eine Überraschung. Der Werksrenner von 2009 (bevor aus dem Team Lotus wurde) hiess R29, daher wäre nun eigentlich R30 dran.

Mercedes nennt seinen Silberpfeil W, um an die glorreiche Rennvergangenheit anzuknüpfen, wie an den W25 der Dreissiger Jahre oder den W196 der Fünfziger Jahre, das W steht schlicht für Wagen. 2015 hiess der Renner F1 W06 Hybrid, daher müsste nun eigentlich F1 W07 Hybrid kommen.

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Manor hat bereits angekündigt, dass nicht nur der Teamname geändert wird (von Manor Marussia F1 Team zu Manor Racing), sondern auch die Bezeichnung der Rennwagen. MR03B hiess der Wagen 2015, das ging zurück auf den dritten Wagen von Marussia (Marussia Racing) und die zweite Version, im vergangenen Jahr wurde ja mit einem modifizierten 2014er Chassis gefahren. Ab 2016 werden die Autos das Kürzel MRT erhalten (für Manor Racing Team). Ob das Auto MRT4, MRT04 oder MRT16 (für das Jahr) heisst, ist noch nicht durchgesickert.

Was HaasF1 mit seinem neuen GP-Renner machen wird, ist ebenfalls unklar. Das Team hatte bislang noch keine Monoposti gebaut.

Das klingt jetzt alles sehr pragmatisch, und das ist es auch. Früher gab es viel mehr Abkürzungen, die an Personen anspielten: Die Brabham-Renner erhielten jahrelang ein Kürzel BT für die beiden starken Männer – Teamchef und Fahrer Jack Brabham sowie Chefkonstrukteur Ron Tauranac. Das JS bei den Ligier-Rennern erinnerte an den 1968 tödlich verunglückten Franzosen Jo Schlesser.

Die pechschwarzen Shadow-Renner trugen das Kürzel DN wegen Teamchef Don Nichols. Bei Ensign bezog sich das N des Rennwagentypen auf Firmenchef Mo Nunn, beim kleinen AGS-Rennstall das JH auf Firmengründer Henri Julien. Der Franzose fand lediglich, JH klinge besser als HJ, was auch an der französischen Aussprache liegt – sche-asch ist eingängiger und leichter zu sagen als asch-sche ...

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