Track Limits extrem! Drei Zeitstrafen binnen 15 Minuten für Lance Stroll
Lance Stroll leistete sich binnen 15 Minuten gleich drei Vergehen, kassierte damit 15 Sekunden Zeitstrafe. Was da los war und wie es zum skurrilen Strafenhagel beim Formel-1-Rennen in Silverstone kam.
Im chaotischen Großen Preis von Großbritannien in Silverstone gab es wahrlich viel zu diskutieren und zu überblicken. Nach dem Rennen wurde über eine mögliche Strafe für den Drittplatzierten
Dreimal 5 sec Strafe binnen 15 min
In all dem Chaos ging fast ein wenig unter: Ein Fahrer kassierte in der Schlussphase des Rennens gleich drei identische Strafen – alle für das Überfahren der Streckenbegrenzung. Dieser Fahrer war Lance Stroll im Aston Martin.
Die offiziellen FIA-Dokumente mit den Nummern 78, 79 und 81 (80 war das Race Scrutineering) wurden zwischen 18:51 und 18:56 Uhr Ortszeit ausgestellt. Sie dokumentieren Strolls Verstöße in den Runden 33 (Kurve 18), Runde 35 (Kurve 9) und Runde 42 (Runde 15). Jeweils wurde Stroll mit fünf Sekunden bestraft, weil er ohne erkennbaren Grund die Strecke verlassen hatte. Die Verstöße fanden zwischen 15:58 Uhr Ortszeit und 16:13 Uhr statt. Das bedeutet: Binnen zehn Runden (zählt man die erste und letzte mit Verstoß mit) und 15 Minuten hat Stroll insgesamt 15 Strafsekunden kassiert. Was war da los?
Viel Untersteuern am Aston Martin
Der Kanadier hatte enorme Probleme in seinem Auto, gab nach dem Rennen zu Protokoll: «Wir hatten während des Rennens viel Untersteuern und ein sehr unberechenbares Auto, daher ist es schwierig, die Streckenbegrenzungen einzuhalten. Ich versuche immer, alles zu geben, was ich kann, und hoffe, dass es bald besser wird.» Schon vor der ersten Strafe hatte Stroll sein Kontingent an erlaubten Überfahrungen aufgebraucht.
Immerhin: Bald sollten endlich die langersehnten Upgrades kommen, die die großen Probleme des Aston Martin in dieser Saison reduzieren sollen. Stroll: «Wir haben die nötigen Informationen und wissen, wo wir uns verbessern müssen. An diesen Rennwochenenden geht es also einfach darum, Geduld zu haben und auf die kommenden Upgrades zu warten.» Stroll war wie bei den übrigen Rennen der bisherigen Saison ohnehin weit hinten im Feld und weit entfernt von den Punkten – entsprechend hatten die Zeitstrafen sportlich keine Relevanz.
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