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Problem mit Software! Deshalb endete der Silverstone-GP hinterm Safety-Car

Ein Software-Fehler sorgte kurz vor Ende des Formel-1-Rennens in Silverstone für Verwirrung. Warum der Re-Start nach dem Verstappen-Unfall nicht kam und das Rennen unter Überholverbot endete.

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17.07.2026 - 13:15

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Bei eingefleischten Formel-1-Fans kamen in der Schlussphase des Großbritannien-GP in Silverstone Erinnerungen an das legendäre Saisonfinale 2021 in Abu Dhabi hoch: Kurz vor Schluss gab es eine Safety-Car-Phase. Eine eilige Überrundungsprozedur («lapped cars may overtake the safety car»), die das Feld wieder sortieren sollte – aber diesmal gab es keine Runde freie Fahrt mehr. Das Silverstone-Rennen endete hinter dem Safety-Car – obwohl auf den Bildschirmen der Rennleitung eigentlich verkündet wurde, dass das Safety-Car reinkommen und es noch eine Runde unter grüner Flagge geben sollte.

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Warum endete das Rennen doch hinterm Safety-Car?

Was war da los? Der Reihe nach: Max Verstappen (Red Bull Racing) flog in Runde 48 von 52 in Stowe ab, landete im Kiesbett. Das Safety-Car von Fahrer Bernd Mayländer kam auf die Piste, das Feld sortierte sich, indem überrundete Autos überholten und hinten wieder aufschlossen. Und dann hieß es auf den Timing-Bildschirmen und auch in den TV-Bildern, das Safety-Car würde reinkommen, also nur noch in einer Runde aktiv sein («safety car in this lap») – es würde also einen Neustart für eine Runde geben. Abu Dhabi 2021 lässt grüßen. Doch wenig später dann die nächste Einblendung: Safety-Car im Einsatz. Kein Re-Start also, das Rennen ging unter Safety-Car, also unter Überholverbot ins Ziel. Leader Charles Leclerc kam also auch als Sieger über die Linie.

Der Weltverband FIA teilte zu der Entscheidung wenig später mit: «Die Regelung zur Safety-Car-Phase, Artikel B5.13.5, besagt, dass nach dem Überholvorgang eine Runde absolviert werden muss. Dieser Vorgang wurde von der Rennleitung eingehalten. Die Meldung ‚Safety-Car in dieser Runde‘ wurde aufgrund eines Softwarefehlers fälschlicherweise angezeigt.» Nachdem die überrundeten Autos also aufgeschlossen hatten, war noch eine Runde in der korrekten Reihenfolge fällig vorm Neustart – und dann waren die 52 Runden auch schon um. Die Renndistanz verlängern ist keine Option, weil die Teams ihre Tankfüllungen auf die festgelegte Rennrundenzahl hin berechnen.

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Die Strecke in Silverstone ist fast 6 Kilometer lang: Das half den Streckenposten einerseits bei der ungestörten Bergung des gestrandeten Autos. Es verlängerte allerdings auch die Überholprozedur. Kurz wirkte es, als würde die Bergung rechtzeitig vonstatten gehen und das Rennen erneut freigegeben. Klar – für die Spannung und die Fans möchte man vermeiden, ein Rennen unter Safety-Car enden zu lassen, weil es kein Racing mehr gibt. In Abu Dhabi 2021 wurde daher die Überholprozedur verkürzt, noch eine Runde gefahren. Eine bis heute viel diskutierte Entscheidung. 2026 in Silverstone wurde das Reglement nun genauestens umgesetzt – und ein Software-Fehler stiftete auf dem Weg dorthin jede Menge Verwirrung.

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