Lewis Hamilton in Silverstone: Zauber verpufft! Das war beim Fehlstart los
Ungewöhnlicher Patzer bei Lewis Hamilton: Der Brite leistete sich in Silverstone einen Frühstart. Er erklärt, wie das passieren konnte – und warum die Magie vom Freitag im GP verschwunden war.
Lewis Hamilton fuhr am Freitag in Silverstone vor seinem Heimpublikum spektakulär auf die Sprint-Pole. Im Sprint reichte es dann nur noch für Platz 2 – er musste sich WM-Leader Kimi Antonelli geschlagen geben. Im Grand-Prix-Qualifying schnappte er sich immerhin Startplatz 3 – und er kam auch als Dritter ins Ziel. Ein insgesamt erfolgreiches Wochenende – aber Hamilton war dennoch ein wenig enttäuscht.
Hamilton am Sonntag nicht mehr magisch
Am Sonntag in Silverstone landete zwar ein Ferrari ganz vorne – aber es war der von Hamilton-Kollege Charles Leclerc. Der Monegasse holte seinen ersten Sieg seit Austin 2024. Lewis Hamilton sagte nach dem Rennen: «Glückwunsch an Charles. Er hat heute großartige Arbeit geleistet.» Bei ihm lief es dagegen am Sonntag überhaupt nicht positiv: «Die ganze Magie, die ich am Freitag hatte, ist im Laufe des Wochenendes einfach verschwunden.»
Der Zauber vom Freitag, die Hoffnung auf den Triumph in Rot vor seinem Heimpublikum – verpufft. Hamilton mit einem Erklärungsversuch: «Mir fehlte einfach der Grip an der Vorderachse, und wir haben den Frontflügel viel zu schwach eingestellt. Das ist meine Schuld und die Schuld der Ingenieure.»
Das machte Leclerc anders als Hamilton
Hamilton beobachtete auch: «Ich habe bemerkt, dass Charles seine Balance angepasst hat – ich glaube, im Vergleich zum Qualifying hat er mehr Flügel angebracht –, und ich hatte das Gefühl, dass das Auto mit den Differentialeinstellungen, die wir hatten, stark übersteuerte. Also habe ich Flügel weggenommen und hatte dann zu Beginn des Rennens extremes Untersteuern. So hat er sich einfach von mir abgesetzt. Ich konnte das Auto bis etwa zur Hälfte des ersten Stints kaum lenken.Erst durch einige Differenzialänderungen gelang es mir, das Auto etwas besser zu lenken, aber da war der Abstand bereits riesig. Und dann die fünf Sekunden beim Boxenstopp, und dann kam einfach eins zum anderen.»
Strafe für Fehler beim Start
Dazu erwischte er nämlich auch noch einen Fehlstart. Offiziell ein Frühstart, er bewegte seinen Ferrari minimal, bevor das Rennen offiziell losging. Einen Vorsprung oder Performance-Vorteil beim Start gab ihm das nicht – die 5-Sekunden-Strafe gab’s trotzdem. Er verbüßte sie beim erwähnten ersten Boxenstopp.
Hand bewegte sich «einfach so»
Hamilton: «Es lief von Anfang an ziemlich schlecht. Ich bin zu früh gestartet, was mir in den rund 380 Rennen, die ich bisher gefahren bin, nur sehr selten passiert ist.» Auf 389 Grands Prix kommt Hamilton nach dem Silverstone-Rennen. Hamilton erklärte: «Meine Hand hat sich einfach so bewegt. Ich weiß nicht wirklich, wo es hin ging. Ich wollte das nicht tun. Ich habe meiner Hand nicht einmal gesagt, dass sie das tun soll. Aber egal, so etwas passiert eben.»
Nach dem Rennen fürchtete er dann noch, eine Strafe zu kassieren wegen eines Verstoßes unter gelber Flagge. Er wurde aber letztlich nur verwarnt.
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