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Ungewöhnliche Strafe für Sainz: Rundenstrafe wegen Zeitmessungs-Detail

Carlos Sainz (Williams) bekam nach dem F1-Rennen in Silverstone eine ungewöhnliche Strafe, weil er regelwidrig das Safety-Car überholt hatte. Hintergrund ist ein kurioses Detail bei einer Messung.

Im Artikel erwähnt

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17.07.2026 - 13:15

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Gebrauchtes Rennen für Williams in Silverstone: Alex Albon fiel aus – und Carlos Sainz bekam nach dem Rennen noch eine Strafe von einer kompletten Runde aufgebrummt. Damit fiel er von Platz 12 auf 17 zurück. Der Hintergrund der Strafe ist selten und beinahe absurd.

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Nach dem Unfall von Max Verstappen (Red Bull Racing) in Runde 48 von 52 des Grand Prix von Silverstone kam das Safety-Car raus. Nach einem Software-Fehler ging das Rennen dann auch hinterm Safety-Car zu Ende – aber das ist noch eine andere Geschichte. Sainz überrundete sich selbst in dieser Safety-Car-Phase. Später stellte sich aber heraus: Das hätte er gar nicht tun dürfen. Aber der Reihe nach.

Die übliche Prozedur bei einem Safety-Car im späteren Rennverlauf sieht folgendermaßen aus: Wenn die Gefahr auf der Piste gebannt ist und ein Neustart absehbar, muss das Feld sortiert werden. Denn spät im Rennen sind in der Regel Autos überrundet worden – sie fahren also hinter dem Safety-Car irgendwo weiter vorn zwischen den führenden Autos, wo sie eigentlich gar nicht hingehören. Diese Autos müssen sich dann vor dem Neustart hinten wieder einsortieren. Das wird erreicht, indem sie das langsam fahrende Feld inklusive Safety-Car überholen, ihre Extrarunde drehen und dann am Ende wieder hinten sind, wie es ihrer Position in der Zeitenliste entspricht. «Sich selbst überrunden» oder sich «zurückrunden» wird das genannt.

Sainz war offiziell nicht überrundet

Doch bei Carlos Sainz ging es in Silverstone etwas durcheinander: Der Spanier führte die Prozedur wie erklärt aus. Er war ja schließlich im Rennen überrundet worden. Der Haken aber: Sainz wurde nicht als überrundetes Auto gezählt, obwohl er eigentlich ja faktisch überrundet war. Wieso das? Seit dem legendären Finale von Abu Dhabi 2021 (wo die Sortierung der Autos ja ein heiß diskutierter Knackpunkt war) wird elektronisch erfasst und ausgespielt, wer überrunden darf. In der Liste, wer die Extrarunde antreten durfte, fehlte die Nummer 55 von Sainz tatsächlich. Das konnte Sainz aber im Auto nicht ahnen.

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Unglücklich positionierte Messpunkte

Wie kam es aber dazu, dass Sainz in der Liste fehlte? Da kommt das Layout der Strecke in Silverstone ins Spiel. Die Einfahrt zur Boxengasse kürzt die letzte Schikane nämlich leicht ab – und Sainz bog beim Safety-Car zum Reifenwechsel ab. Durch die diese Abkürzung erreichte er absurderweise vor dem Leader Charles Leclerc die Ziellinie, weil die Messpunkte entsprechend positioniert sind. Damit wertete ihn das Timing-System als zurückgerundet – obwohl er nach dem Stopp ja eigentlich wieder überrundet war. Zur falschen Zeit am falschen Ort. Bedeutet also: Weil Sainz als zurückgerundet gewertet wurde und entsprechend nicht überrunden durfte, hat er streng genommen das Safety-Car überholt – streng verboten.

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Immerhin: Sainz war ohnehin außerhalb der Punkte, verlor durch dieses Kuriosum also nicht noch Zählbares...

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+0,772

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22

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McLaren Formula 1 Team

1

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18

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