Laurent Mekies zu Verstappen-Unfall: «Werden alle Hebel in Bewegung setzen»
Max Verstappen landete zum zweiten Mal mit einem Problem am Heckflügel im Kiesbett. Ist etwa der innovative Flügel Schuld? Red Bull Racing-Teamchef Laurent Mekies kündigt intensive Nachforschung an.
Schreckmoment wenige Runden vor Ende des Silverstone-GP! Max Verstappen (Red Bull Racing) kam in Runde 48 von 52 plötzlich von der Strecke ab, grub sich tief in den Kies. Zum Glück erwischte es den Niederländer in Stowe, also einem Bereich mit viel Auslaufzone. Verstappen blieb unverletzt – war aber richtig sauer. Denn: Mit einem ganz ähnlich aussehenden Problem, nämlich ebenfalls am Heckflügel, war Verstappen schon in Spielberg im Qualifying verunfallt.
Mekies: Sicherheit hat Priorität
Teamchef Laurent Mekies stellte nach dem Rennen klar: «Wir werden alles tun, was nötig ist, um auf der sicheren Seite zu sein.» Muss also der innovative Heckflügel wieder abgebaut werden? Red Bull Ring, jetzt Silverstone Circuit – beide Male erwischte es Verstappen mit einer Schwierigkeit an dieser Stelle des Autos.
Mekies: «Man könnte wieder zurückgehen, wenn man nur ein paar Rennen damit gefahren wäre. Wir sind Rennen seit Miami damit gefahren, meine ich. Es ist also eine größere Zahl Rennen. Es ist also noch zu früh in der Analyse, um herauszuarbeiten, ob es ein Problem mit dem Konzept ist oder etwas anderes. Aber wir werden ganz sicher alle Hebel in Bewegung setzen, um die Ursache zu finden. Wir haben da alle Möglichkeiten.»
Mekies sagt außerdem über Verstappen: «Er hat Recht damit, nicht glücklich zu sein. Es ist sehr ungewöhnlich. Es ist sehr unangenehm für Fahrer, wenn ihn das Auto in einer High-Speed-Kurve im Stich lässt, und das in zwei Rennen in Folge, sei es auch aus zwei unterschiedlichen Gründen. Und für das Team ist es auch unangenehm – wenn auch in einem ganz anderen Ausmaß –, unseren Fahrer im Kiesbett zu haben.»
Notwendige Maßnahmen werden ergriffen
Der französische Ingenieur stellt klar: «Ich habe keinen Zweifel daran, dass wir als Team die notwendigen Maßnahmen ergreifen werden, damit so etwas nicht wieder passiert – auch wenn uns das im Rennen in Silverstone nicht gelungen ist –, und wir nehmen das so ernst, wie es nur geht.» Jetzt ist erst mal ein Wochenende Pause, ehe die Formel 1 nach Spa weiterzieht.
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