Bahrain-GP in Sepang: Wieder Kimi Antonelli statt «Omi Antonelli» am Steuer
Nach einem holprigen Wochenende mit am Ende möglichst wenig Risiko dürften wir im Bahrain-GP in Malaysia wieder ein Kimi-Antonelli-Original sehen. Was hinter der Oma-Nummer in Baku steckte.
Statt Omi Antonelli ist in Sepang wieder Kimi Antonelli am Steuer! WM-Leader Kimi Antonelli hatte nach seiner vorsichtigen Fahrt auf Platz 5 im GP von Aserbaidschan gesagt, er sei wie seine Großmutter gefahren – auf Nummer sicher und mit dem Fokus darauf, überhaupt ins Ziel zu kommen. Für «Oma Antonelli» hatte es dennoch für eine Aufholjagd von Startplatz 16 (nach Qualifying-Crash) auf Rang 5 gereicht.
Vor dem Bahrain-GP, der dieses Jahr ausnahmsweise in Malaysia stattfindet, scherzte Antonelli, dass die Großmutter jetzt wieder in Italien sei: «Ich habe ihr einen Flug gebucht, sie ist wieder nach Hause gereist.» Vom Oma-Modus schaltet er also wieder in den Kimi-Modus.
In Baku hatte Antonelli ein schwieriges Wochenende erwischt – das erste in dieser Saison. Im FP1 hatte er ein Hydraulikproblem, verpasste so weite Teile des ersten und zweiten Trainings. In der ersten Qualifying-Session verlor er dann die Kontrolle über seinen Mercedes, touchierte die Wand zu hart. Startplatz 16. Zur phänomenalen Aufholjagd à la Monza (von 19 auf 1) fehlte ihm das Tempo.
Darum wurde Kimi in Baku zur Großmutter
Antonelli klärte auf warum: «Es hat mir nicht wirklich gefallen, nicht ans Limit zu gehen. Ich kam mir etwas zu langsam vor», sagte er und lachte. «Aber ich glaube, die Erkenntnis war, dass man solche Situationen manchmal einfach akzeptieren muss. Man muss sich mit einem Ergebnis zufriedengeben. Ich habe im Rennen noch mehr über mich selbst gelernt, darüber, wie ich denke und wie ich auf bestimmte Dinge reagiere. Und es war sehr schwer, die Entscheidung zu treffen, mich einfach zurückzuhalten, so wenig Risiko wie möglich einzugehen. Denn ich war die ganze Saison daran gewöhnt, einfach Vollgas zu geben, alles zu geben. In Baku war es dann das erste Mal, dass ich mir tatsächlich sagen musste: ‚Hör mal, geh einfach so wenig Risiko wie möglich ein und nutze einfach die Fehler der anderen aus und bring es sicher ins Ziel.‘ Denn letztlich war es so ein chaotisches Wochenende, bei dem einfach alles schiefgelaufen ist. Es lief einfach alles so schief, dass ich einfach nur das Rennen mit einem ordentlichen Ergebnis beenden musste, um weitermachen und mich auf das nächste Rennen konzentrieren zu können.» Und die lange Reise nach Kuala Lumpur trat Kimi Antonelli ja wie gesagt ohne die sprichwörtliche Großmutter an.
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