Esteban Ocon behauptet über Haas-Aus: «Meine Leistung war nicht der Grund»
Esteban Ocon ist 2027 ohne Vertrag in der Formel 1, Haas verkündete die Trennung Ende 2026. Trotzdem macht er sich Hoffnungen auf ein Cockpit fürs nächste Jahr und lässt Trennungsgründe durchblicken.
Was sich bereits angedeutet hatte, wurde vor dem Rennen in Malaysia offiziell:
Im Vorfeld des Bahrain-GPs, der dieses Jahr in Malaysia stattfindet, sagte Ocon über seine Lage ohne Vertrag für 2027: «Es ist frustrierend, weil es eigentlich nicht so sein sollte. Aber ich werde nicht im Detail darauf eingehen, was passiert ist. Ich blicke nach vorne und in die Zukunft. Das ist das Wichtigste. Ich habe es verdient, hier zu sein. Ich habe hart dafür gearbeitet. Es war von großem Vorteil, dass wir all diese Probleme am Auto schon sehr früh erkannt haben, seit ich zum Team gestoßen bin. Das war für alle sehr gut. Ich glaube nicht, dass ich es verdiene, das als Zukunft zu haben.»
Ocon betonte in seiner Medienrunde in Sepang immer wieder, welche tragende Rolle er bei der Entwicklung des diesjährigen Haas-Boliden gespielt habe, wie viel er geleistet habe. Er klingt dabei nicht trotzig oder beleidigt, sondern sehr sortiert, vielleicht etwas niedergeschlagen.
«Ich kenne die Gründe, aber werde sie nicht nennen»
Gefragt, was denn der Grund dafür sei, dass sein Vertrag bei Haas nicht verlängert wurde, sagte er: «Ich werde das nicht weiter kommentieren, weil ich nach vorne blicken möchte und nicht in die Vergangenheit. Ich werde also zu den Gründen nichts sagen. Ich kenne die Gründe, aber werde sie nicht nennen. Aber der Grund war nicht meine Leistung.» Dem Fahrerlager-Flurfunk zufolge soll Camara die bessere finanzielle Mitgift mit ins Team bringen.
Ocon gibt Cockpit-Hoffnung für 2027 noch nicht auf
Und wohin geht es jetzt für Ocon? Der Franzose machte klar: Er will auf jeden Fall in der Formel 1 bleiben. Theoretisch sind noch nicht alle Cockpits für 2027 vergeben, realistisch gesehen dürfte sich aber trotzdem kein Fensterchen für Ocon öffnen. Er gibt sich aber zuversichtlich: «Zu diesem Zeitpunkt ist nichts bestätigt. Ich werde nicht sagen, dass ich hierhin oder dorthin gehe. Ich arbeite weiter mit dem Team, will gute Leistung bringen. Und die Optionen werde ich später im Jahr abwägen. In der Formel 1 kann alles passieren. Ich will nächstes Jahr in der Startaufstellung sein.»
Und er betonte auch: «Mein Fokus liegt auf der Formel 1. Hier gehöre ich hin und hier will ich sein. Also schaue ich nirgendwo anders.» Ein Wechsel in die Langstrecken-WM oder Ähnliches wird es also nicht geben. Wenn sich kurzfristig kein Cockpit für 2027 in der F1 auftut, wird es wohl auf eine Rolle als dritter Fahrer hinauslaufen. Das kennt Ocon aus 2019 schon – an so ein Szenario will er aber noch nicht denken: «Schreibt mich noch nicht ab»...
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