Ford kehrt ab 2028 als Werksteam in die Rallye-Weltmeisterschaft zurück
Im Rahmen der Rückkehr wird Ford Racing weiterhin mit M-Sport zusammenarbeiten. Ab 2028 wird ein Engagement in der WM angestrebt, ein Jahr darauf soll ein neues Rallyeauto zum Einsatz kommen.
Die offizielle Bekanntmachung markiert das Ende der 14-jährigen Pause von Ford als vollwertiger Werkshersteller in der Weltmeisterschaft..
Jim Baumbick, Präsident von Ford Europe sowie Mark Rushbrook, der als Global Director weltweit sämtliche Rennsport- und Motorsport-Aktivitäten von Ford Racing, auch in der F1 und der Langstreckenweltmeisterschaft verantwortet, gaben am Donnerstag gemeinsam mit offiziellen Vertretern der Rallye-WM auf einer Pressekonferenz auf Sardinien weitere Einzelheiten zur Rückkehr des «Blue Oval» bekannt.
«Im Rallyesport wird der Charakter von Ford auf die härteste Probe gestellt, und hier kommen Generationen von Fans zusammen, um den Nervenkitzel zu erleben, wenn ein Auto das Unmögliche in Angriff nimmt. Wir möchten, dass unsere nächste Generation europäischer Fahrzeuge denselben kompromisslosen Sportgeist verkörpert», erklärte Baumbick.
Ford wird bei seiner offiziellen Rückkehr mit M-Sport zusammenarbeiten und damit eine Partnerschaft fortsetzen, die bis ins Jahr 1997 zurückreicht. Das neue Rallyeauto der Königklasse wird auf einem von fünf Multi-Energie-Straßenfahrzeugen basieren, die speziell für den Rallyesport entwickelt werden und 2028 sowie 2029 auf den Markt kommen sollen.
Rushbrook ging näher auf die Details von Fords Rückkehr in die Königsklasse des Rallyesports ein: «Während bereits seit 125 Jahren Ford Racing im Motorsport engagiert ist, besitzen wir zudem ein 50-jähriges Vermächtnis im Rallyesport - etwa mit den zahllosen Siegen und Meisterschaften der Modelle Escort und Focus. Wir können es kaum erwarten, ab 2028 und darüber hinaus wieder im großen Rallyesport anzutreten».
Mit Blick auf die kommenden Saisons fügte er hinzu: «Der Zeitpunkt ist sehr günstig, da eine neue Ära in der Rallye-WM anbricht: Es kommen jetzt sehr visionäre Veranstalter hinzu. Die FIA hat mit den neuen Vorschriften für 2027 kosteneffizientere, intelligente Regeln eingeführt».
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Der Plan sieht vor, dass ab 2027 das britische Unternehmen M-Sport unterstützt wird. So kann das Team unter den neuen Regeln mit einem Ford Fiesta in der Topliga antreten. Das neue FIA-Reglement macht diesen Weg möglich. Rally2-Fahrzeuge dürfen 2027 und 2028 mit einem speziellen WRC-Kit in der Topklasse eingesetzt werden.
Im Jahr 2028 wird Unterstützung mit vollem Werksengagement des Herstellers erfolgen. Rushbrook ergänzte: «Dazu gehören unser Engineering, unser Antriebsstrang, die Aerodynamik sowie Testressourcen. In 2029 wird es einen völlig neuen WRC-Werkswagen geben, der direkt aus dem kommenden Fahrzeugportfolio von Ford Europe hervorgehen wird».
Eric Boullier, CEO von WRC Promoter, kommentierte: «Fords Entscheidung, als vollwertiges Werksteam in die FIA-Rallye-Weltmeisterschaft zurückzukehren, ist eine fantastische Nachricht. Die Marke blickt auf eine außergewöhnliche Geschichte im Rallyesport zurück und war Teil einiger der denkwürdigsten Momente dieses Sports».
FIA-Präsident Mohammed Ben Sulayem freut sich: «Die heutige Ankündigung ist ein weiterer bedeutender Meilenstein für die FIA-Rallye-Weltmeisterschaft. Mit einem neuen Veranstalter, drei Konstrukteuren, die sich bereits zu den neuen technischen Vorschriften verpflichtet haben sowie der Bestätigung von Ford, als vollwertiger Werkshersteller zurückzukehren, ist die nächste große Ära der Rallyesports in vollem Gange».
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