Renningenieur Bono verrät: «Tritt in den Hintern» half Kimi Antonelli
Kimi Antonellis Renningenieur Peter «Bono» Bonnington verrät, dass er voriges Jahr mit seinem Fahrer «ein wirklich ernstes Gespräch» geführt hat. Und: Was Antonelli mit einem Schwan gemeinsam hat.
Kimi Antonelli ist Formel-1-Weltmeister 2026! In seiner erst zweiten F1-Saison überhaupt krönte sich der junge Italiener im Rekordalter von nur 20 Jahren zum Champion. Doch der Weg dorthin war nicht immer so leicht, wie es in diesem Jahr wirken konnte.
Antonelli fuhr 2026 ein nahezu fehlerfreies Jahr. Ein Crash in Melbourne beim Auftaktrennen, hin und wieder ein paar Track-Limit-Verstöße – aber ansonsten legte Antonelli eine tadellose Saison hin. Sein Rookie-Jahr 2025 dagegen war überhaupt nicht geschmeidig. Mitte der Saison bei den Europa-Rennen landete er meist außerhalb der Punkte oder schied komplett aus. Schnell wurden die Kritiker laut: War es zu früh für den zu Beginn des Jahres erst 18-jährigen Antonelli, so jung in die großen Fußstapfen von Siebenfach-Weltmeister Lewis Hamilton zu treten?
Bono verrät: Ernstes Gespräch in erster F1-Saison
Antonellis Renningenieur Peter «Bono» Bonnington sagt rückblickend über 2025: «Es ist so, dass man aus schlechten Tagen lernt, und genau darin ist er wirklich gut: einfach zu lernen. Am Ende der europäischen Saison hatten wir ein wirklich ernstes Gespräch, und dann ging es wieder auf die Überseerennen, und plötzlich meinte er nur: ‚Warum hast du mir nicht schon früher einen Tritt in den Hintern gegeben?‘ Es war eine harte Zeit, aber was dich nicht umbringt, macht dich stärker, und er hat sich davon wirklich wieder erholt.»
Antonelli wie ein Schwan
Bonnington nimmt Antonelli im übertragenen Sinne in den Rennen an die Hand, lotst ihn verbal durch schwierige Situationen. Für das Ergebnis wählt Bono einen interessanten Vergleich: «Es ist wie bei dem Schwan, der über den Teich gleitet. Die Beine arbeiten, aber es sieht einfach so aus, als würde nichts passieren. Das ist eine dieser Sachen, die man über Jahre hinweg übt. Aber es ist so einfach, bei ihm einen kühlen Kopf zu bewahren und ihn auf die Aufgabe zu konzentrieren. Er kann sehr gut wieder in die Spur kommen. Sobald etwas gegen ihn läuft, ja, dann einfach zurücksetzen, konzentrieren und weitermachen.» Und so reichte es vier Rennen vor Ende der Saison (so der Stand derzeit) schon zum WM-Titel…
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