Charles Leclerc (Ferrari/2.): «Ich habe bis zuletzt an den Sieg geglaubt»
Platz 2 für Charles Leclerc (28) beim Traditions-GP von Belgien. Der Ferrari-Pilot muss sich von Kimi Antonelli um 1,9 sec geschlagen geben und beteuert: «Ich habe bis zuletzt an den Sieg geglaubt.»
Charles Leclerc ist beim Grand Prix von Belgien Zweiter geworden, dem Ferrari-Fahrer steht nach dem kurzweiligen WM-Lauf in den Ardennen lediglich WM-Leader Kimi Antonelli vor der Sonne.
Der Silverstone-Sieger musste sich gegen Schluss des Rennens von Antonelli überholen lassen, aber Charles liess sich nicht abschütteln. Später gab Kimi zu: «Leclerc hat mich auf Trab gehalten.»
Leclerc steht in der Formel 1 damit zum 54. auf dem Siegerpodest (gleich oft wie Niki Lauda), den zehnten GP-Sieg verpasst der Monegasse um weniger als zwei Sekunden. Vor sieben Jahren hatte Charles hier seinen ersten Grand Prix gewonnen.
Leclerc sagt über seinen Belgien-GP: «Ganz ehrlich – ich glaubte bis zuletzt fest an den Sieg. Die virtuelle Safety Car-Phase hat uns ein wenig in die Hände gespielt.»
Zwischendurch beklagte sich der neunfache GP-Sieger über unsaubere Schaltmanöver, sonst aber gab es gemäss Charles nicht viel zu kritisieren: «Unser Speed war solide. Es gab auf den harten Reifen eine Phase von fünf oder sechs Runden, in welcher ich Mühe mit der Vorderachse hatte, aber danach lief es anständig.»
«Generell gibt es noch immer Arbeit mit dem Wagen, aber das war heute okay. Mercedes unter Druck setzen zu können, das darf sich sehen lassen.»
«Am Donnerstag war ich davon ausgegangen – wir lieben vier, fünf Zehntel hinter Mercedes. In der Quali stimmte das auch. Aber im Rennen waren wir näher an der Spitze, und das macht uns Mumm. Denn sowohl für Silverstone wie für Spa haben wir erwartet, dass wir nicht so konkurrenzfähig sein würden. Und dann lief es mit dem Sieg in England und nun mit Platz 2 hier in Belgien viel besser.»
«Aber ich habe noch viel Arbeit vor mir. Ich muss noch mit gewissen Sachzwängen im Rennwagen leben, und erst wenn ich die aus der Welt geräumt habe, kann ich wieder so frei fahren, dass ich mich am besten einbringen kann.»
In Runde 8 wurde es gegen Oscar Piastri verflixt knapp. Charles sagt: «Zum Glück ist das beide von uns gut ausgegangen.»
Zum kommenden Ungarn-GP meint der Monegasse: «Ich finde es schwierig dieses Jahr, vor den Rennen das Kräfteverhältnis einzuschätzen. Ich bin vorsichtig optimistisch. Wir haben es in Silverstone und Spa geschafft, das Beste aus unseren Möglichkeiten zu machen, und das muss für das Rennen auf dem Hungaroring ebenfalls das Ziel sein.»
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