Colton Herta bestätigt: Im Formel-1-Simulator schneller als Kimi Räikkönen
US-Racer Colton Herta durfte 2022 im Formel-1-Simulator von Sauber virtuelle Runden auf dem Hungaroring drehen. Dabei war er schneller als die Ex-GP-Stars Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi.
Colton Herta tritt derzeit in der Formel 2 an. Ziel ist es, in die Formel 1 aufzusteigen, und mit dem Cadillac-Team hat er auch eine echte Chance auf eine Beförderung in die Königsklasse. Denn als Testfahrer wird er in diesem Jahr vier Mal für den US-Rennstall zum FP1-Einsatz ausrücken dürfen, wie das Team bestätigt hat. Erstmals soll der frühere IndyCar-Pilot im Rahmen des Rennwochenendes auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya zu Trainingszwecken Gas geben.
Herta liebäugelt schon lange mit dem Wechsel in die Königsklasse und kam bereits vor Jahren einer Formel-1-Verpflichtung nahe. Denn als Michael Andretti versuchte, das Sauber-Team (heute Audi-Werksteam) zu kaufen, wurde der heute 26-Jährige als möglicher Stammfahrer für 2022 gehandelt. Herta durfte sogar im Simulator in Hinwil Gas geben – und stellte dort schon seine Klasse unter Beweis. Denn auf den virtuellen Runden war er am dritten Tag schneller als die 2021er-Sauber-Stammpiloten Kimi Räikkönen und Antonio Giovinazzi unterwegs, wie Rennfahrer-Legende Mario Andretti später offenbarte.
Im «Beyond The Grid»-Podcast bestätigt Herta die Aussage des Formel-1-Weltmeisters der Saison 1978. «Das ist wahr», erklärt er, betont aber auch gleich: «Natürlich ist es cool, wenn man sagen kann, dass man im Simulator schneller ist, aber es bedeutet nicht wirklich viel, solange man es auf der echten Strecke nicht zeigen kann.»
«Für die Teams ist es aber sicher von Vorteil, weil sie dann sagen können, dass es sich vielleicht lohnt, in dich zu investieren und einen Test zu organisieren. Es fühlt sich auf jeden Fall gut an, wenn du das hinbekommst. Aber ob es sich auch im echten Leben in einen Erfolg ummünzen lässt, bleibt offen», ergänzt der Rennfahrer aus Kalifornien.
Bei seinem Besuch im Sauber-Werk in Hinwil traf Herta damals auch erstmals auf Valtteri Bottas. Er erinnert sich: «Es ist ein wirklich cooles werk mit allen Einrichtungen, die sie da haben, speziell der Windkanal ist beachtlich. Es war cool, all das mit eigenen Augen zu sehen. Ich habe dort auch erstmals Valtteri getroffen, denn er wechselte von Mercedes zum Team aus der Schweiz und war dort, um seine Sitzprobe zu absolvieren. Leider hat sich die Hoffnung auf ein Cockpit für mich damals nicht erfüllt. Aber es war schön, einen Blick hinter die Kulissen werfen zu können.»
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