Fernando Alonso ätzt gnadenlos über Carlos Sainz: Zwei Spanier im Madring
Ausgerechnet beim Grossen Preis von Spanien kamen sich die beiden Spanier Fernando Alonso und Carlos Sainz tüchtig in die Quere. Weltmeister Alonso giftelt gnadenlos über GP-Sieger Sainz.
Ein Wochenende zum Vergessen für den Madrilenen Carlos Sainz beim madrilenischen Formel-1-Rennen auf dem neuen Madring: Der Williams einfach zu schwach, der Fahrer auch nicht über jeden Zweifel erhaben – Bottas im Training aufgehalten, Strafversetzung, dann Kollision im Spanien-GP ausgerechnet mit seinem Landsmann Fernando Alonso. Was die Rennpolizei mit einer 5-Sekunden-Strafe für Sainz quittierte.
Alonso musste an der Box einen neuen Frontflügel ausfassen und schleppte den angeschlagenen Aston Martin auf Platz 17 ins Ziel. Aufgeben gibt es im Wortschatz von Fernando Alonso nicht.
Der 32-fache GP-Sieger Alonso lässt nach seinem 29. F1-WM-Lauf auf spanischem Boden an Sainz kein gutes Haar: «Carlos hat mich gegen die Mauer gedrängt. Beim Start krachte er in zwei Leute, dann drängte er mich in der Bremszone gegen die Mauer.»
«Ich meine, ich werde da bei 340 Sachen gegen die Mauer gepresst, obwohl auf der linken Seite die ganze Bahn frei war. Aber es ist auch nicht das erste Mal, also ist es, wie es ist. Er hat eine Strafe bekommen, andere Male bekam er sie nicht. Aber gut, es war ein schwieriges Wochenende: Strafe im Zeittraining am Samstag, beim Start hat er Tsunoda abgeräumt, dann mich gegen die Mauer gedrängt. Das kann passieren, wenn ein Wochenende ein bisschen schiefläuft so wie beim ihm.»
Sainz ist mit der Strafe nicht einverstanden, relativiert aber: «Mit Fernando ist alles gut, das sind Rennzwischenfälle, die wir schnell vergessen werden. Meiner Meinung nach ist die Strafe unnötig.»
«Die Art von Kurve 5 lädt geradezu zu Berührungen ein, weil sich dort ein enormer Flaschenhals bildet. Es gab Zwischenfälle in der Formel 2 und auch in der Formel 3, und diese Passage erlaubt es nicht, dass zwei Autos nebeneinander fahren.»
«Ich glaube, Fernando schafft es in jener Szene nicht, wirklich parallel zu mir zu kommen. Wir sind in diese Kurve gekommen, haben uns berührt, er hat sich über Funk gemeldet, sich beschwert und erreicht, dass ich bestraft werde. Ich nehme an, das wollte er, und es hat prima funktioniert. Aber wir wären sowieso 16. geworden, also hätte es nicht viel geändert.»
Sainz weiter: «In der ersten Runde musste man Risiko gehen, um Positionen gutzumachen. Ich kam sehr gut weg und überholte beim Start drei oder vier Autos. Aber dann gab es in der ersten Kurve viel Stau, weil viele mit den harten Reifen hinten unterwegs waren, und beim Bremsen habe ich das Auto ein wenig aus der Kontrolle verloren und den Wagen von Yuki Tsunoda berührt. Das hat den Unterboden des Autos beschädigt, und von da an verlor ich fast eine Sekunde pro Runde wegen mangelnden Abtriebs. Ich hatte grosse Mühe, den Wagen auf der Bahn zu halten. Am Ende blieb mir nichts Anderes als die Aufgabe.»
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