Bitter: Quartararo (Yamaha) musste mit noch weniger Motorleistung fahren
Fabio Quartararo hatte im MotoGP-Grand-Prix in Misano mit einem lästigen Problem zu kämpfen. Weil seine Yamaha so viel Treibstoff verbrauchte, musste er die Power reduzieren. Der Franzose war ratlos.
Im MotoGP-Sprint in Misano rollte Yamaha-Pilot Fabio Quartararo mit knapp 25 Sekunden Rückstand als Letzter über die Ziellinie. Im Grand Prix am Sonntag konnte es also nur noch besser werden. Aufgrund einer Grid-Strafe gegen Johann Zarco (LCR Honda) ging es für Quartararo in der Startaufstellung um eine Position nach vorn. Somit durfte er von Position 12 ins Rennen über 27 Runden starten.
Direkt nach dem Start konnte Quartararo seine Position halten. Danach fuhr er in der Mitte des Feldes ein unauffälliges Rennen, zeitweise lag er sogar auf Platz 9. Die Ziellinie überquerte der Weltmeister von 2021 auf Rang 10 – 23 Sekunden hinter Sieger Marc Marquez (Ducati).
«Ich war nicht so weit weg von den Top-6. Wir hatten aber während des Rennens viele Probleme mit dem Treibstoffverbrauch. Ich weiß nicht warum. Auf meinem Dashboard blinkte es nur noch, es war verrückt. Deshalb war ich etwas verloren», erklärte der Franzose seine Situation. «Ich glaube aber, dass wir das Maximum herausgeholt und das bestmögliche Resultat erzielt haben.»
Quartararo: «Ich war sehr viel im roten Bereich»
Quartararo ging dann in der Medienrunde näher auf die Probleme mit dem Treibstoffverbrauch ein. «Wir können dann nicht die gesamte Leistung einsetzen, die wir haben. Ich weiß nicht warum, aber ich hatte große Probleme. Ich war sehr viel im roten Bereich. Ich habe von Beginn an weniger Power genutzt, als wir zur Verfügung haben. Deshalb war ich auf den Geraden sehr langsam», so der 27-Jährige. Musste er deshalb mehr pushen, um mithalten zu können? «Ich habe beim Bike drei Mappings zur Verfügung: Mit Mapping 1 ist das Motorrad am schnellsten. Nummer 2 liegt in der Mitte und 3 liefert am wenigsten Power. Die meisten Runden bin ich mit Mapping 3 gefahren, womit ich etwas unter unserem Potenzial lag. Ich bin damit aber sogar Runden um die 1:31,7 oder 1:31,8 min gefahren – also war ich nicht so langsam.»
Als er auf Mapping 3 wechselte – sind dann die roten Lichter auf dem Dashboard verschwunden? «Nein, diese sind geblieben. Wenn es Rot leuchtet, dann kann es sein, dass du das Rennen nicht beenden kannst», gab Quartararo zu verstehen. «Es hätte also sein können, dass ich mit leerem Tank in die Box fahren hätte müssen. Ich hätte nicht erwartet, dass wir hier so große Schwierigkeiten haben, weil es normalerweise keine Strecke ist, wo wir so große Probleme haben. Österreich wird aber sehr schwer für uns. Wir müssen verstehen, weshalb unser Motorrad einen so hohen Benzinverbrauch hat.»
Viel Zeit zur Problembehebung bleibt der Yamaha-Crew nicht, denn an diesem Wochenende geht es bereits mit dem Österreich-GP auf dem Red Bull Ring weiter. Dort erlebten die vier Yamaha-Piloten letztes Jahr ein sportliches Desaster – damals war noch die M1 mit Reihenvierzylinder im Einsatz.
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