Donington-Dominator Tom Booth-Amos (Triumph): «Alles war gegen mich»
Nach einem historischen Doppelsieg für Triumph beim Heimrennen in Donington Park zählte Tom Booth-Amos auch für das Supersport-Meeting in Magny-Cours zu den Top-3-Kandidaten, aber vieles lief schief.
Mit 146 Punkten Rückstand auf WM-Leader Albert Arenas (Yamaha) ist der Titelgewinn für Tom Booth-Amos bei noch 150 zu vergebenden Punkten nur noch mathematisch möglich – dafür dürfte aber nicht nur der Spanier bei den Events in Cremona, Estoril und Jerez praktisch leer ausgehen, sondern auch Valentin Debise (ZX Moto), Can Öncü (Yamaha) und Jaume Masià (Ducati).
Der Engländer zeigt in der Supersport-WM 2026 teils beeindruckende Rennen, so wie auf dem Balaton Circuit, als er von Startplatz 22 durch das Feld pflügte und Siebter wurde. Oder bei seinem Heimrennen in Donington Park, wo er Triumph und seinem Teamchef Simon Buckmaster einen lupenreinen Doppelsieg bescherte.
Gäbe es nicht Wochenenden wie beim neunten Saisonmeeting in Frankreich, wäre für Booth-Amos zumindest eine Top-3-Platzierung realistisch möglich. Auf dem Circuit de Nevers Magny-Cours verpasste der 30-Jährige in Kurve 5 den Bremspunkt und musste eine weite Linie fahren. Dort musste der Triumph-Pilot den gestürzten Jeremy Alcoba (Kawasaki) und Arenas ausweichen und verlor noch einmal Zeit. Am Ende kreuzte Booth-Amos als 25. weit außerhalb der Punkte die Ziellinie. Und in Rennen 2 sorgte ein selbstverschuldeter Sturz in Kurve 3 für einen Rennabbruch – am Restart konnte er jedoch nicht teilnehmen.
«Es schien einfach alles gegen mich zu sein», stöhnte Booth-Amos. «Mein Motorrad lief aber hervorragend und ich fühlte mich ziemlich gut – es war einfach Pech. Im zweiten Lauf bin ich von der Pole gestartet, bin aber leider gestürzt. Ein Wochenende mit Höhen und Tiefen, aber wir werden in den letzten Rennen weiter alles geben.»
Teamchef Simon Buckmaster – in Donington Park natürlich im siebten Himmel – nahm die Pleite in Frankreich enttäuscht zur Kenntnis, zumal auch Oli Bayliss-Ersatz Jorge Navarro nach Platz 7 im ersten Lauf am Sonntag ebenfalls stürzte.
«Wir konnten davon ausgehen, dass beide Fahrer im zweiten Rennen um das Podium kämpfen werden, und hofften, dass einer von ihnen das Rennen gewinnen kann», sagte der ehemalige Rennfahrer. «Alles sah so vielversprechend aus, aber anstelle von zwei Podiumsplätzen gingen wir also leer aus, was natürlich unglaublich enttäuschend ist. Ich möchte meinem Team nur sagen: Ihr habt fantastische Arbeit geleistet, und die Motorräder waren bereit, um den Sieg im Rennen anzustreben. Die Fahrer sind wirklich gut gefahren, manchmal läuft es einfach nicht rund. Man kann aber nicht von Pech sprechen, denn es waren zwei Fehler. Die Leidenschaft ist da, der Speed ist da, der Glaube und das Selbstvertrauen sind vorhanden – also fahren wir nach Cremona und sind bereit, dort um den Sieg mitzukämpfen.»
Schon gesehen?
Newsletter
Motorsport-News direkt in Ihr Postfach
Verpassen Sie keine Highlights mehr: Der Speedweek Newsletter liefert Ihnen zweimal wöchentlich aktuelle Nachrichten, exklusive Kommentare und alle wichtigen Termine aus der Welt des Motorsports - direkt in Ihr E-Mail-Postfach





