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Fernando Alonso: Der grösste Allrounder der Gegenwart

​Der Spanier Fernando Alonso will die grössten drei Autorennen der Welt gewinnen: den Monaco-GP, die 500 Meilen von Indianapolis und das 24-Stunden-Rennen von Le Mans. In der Sammung fehlt nur noch Indy.

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Früher waren die Rennfahrer echte Allrounder, heute sind sie Spezialisten. Piloten wie Dan Gurney oder Jim Clark bewegten so gut wie alles, was vier Räder hatte: Sportwagen, Tourenwagen, CanAm, Formel 1, IndyCar, Formel 2, NASCAR, TransAm. Piloten wie Jo Siffert oder Mario Andretti kamen nicht selten auf 40 Rennen pro Jahr. Fernando Alonso ist nach diesem Holz geschnitzt. "Wenn er keine Rennautos fährt, dann sitzt er im Kart, man kann ihn kaum von den Rennpisten fernhalten", weiss McLaren-CEO Zak Brown.

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2018 ist der unersättliche Asturier seinem grossen Ziel ein erhebliches Stück nähergekommen. Der inzwischen 37-Jährige will das "Triple Crown", Siege bei den drei grösste Autorennen der Welt: beim Monaco-GP, bei den 500 Meilen von Indianapolis und bei den 24 Stunden von Le Mans.

Fernando Alonso fordert Fahrer von anderen Rennkategorien auf deren eigenem Gebiet heraus und will als ein Pilot in die Historie eingehen, der überall konkurrenzfähig war.

Den Sieg in Monte Carlo hat er schon vor mehr als zehn Jahren abgehakt, er triumphierte im Fürstentum 2006 mit Renault und 2007 mit McLaren-Mercedes. 2017 liess er den Rennklassiker am Mittelmeer sausen, um mit einem von Michael Andretti eingesetzten Dallara-Honda am Indy 500 teilzunehmen. Ein Motorschaden kurz vor Schluss verhindert ein Top-Ergebnis. Als 36-Jähriger wurde Alonso zum Neuling des Jahres gewählt. Nach dem Rennen versprach der Formel-1-Champion von 2005 und 2006, er werde eines Tages zurückkehren. Dieser Tag kommt am 26. Mai 2019 – dann geht er mit einem von McLaren an den Start gebrachten Dallara-Chevy in sein zweites Indy 500.

Es ist der einzige Sieg, der ihm noch fehlt, denn inzwischen hat Fernando auch hinter Le Mans ein Häkchen gesetzt. 2018 gewann er für Toyota mit Sébastien Buemi und Kazuki Nakajima in der Sarthe.

Wie sieht es eigentlich mit anderen Allroundern aus? Wer von ihnen hat bei den grossen drei Rennen in der Vergangenheit brilliert?

Der Engländer Graham Hill holte in Monaco fünf Siege – 1963, 1964 und 1965 (jeweils mit BRM), dann 1968 und 1969 mit Lotus. Der Vater von Damon Hill wurde "Mr. Monaco" genannt. 1966 triumphierte der Engländer beim Indy 500, seinem ersten Rennen dort wohlgemerkt, 1972 siegte Hill zusammen mit Henri Pescarolo in Le Mans für Matra.

Siege in Le Mans, Monaco und Indy: Das hat nur Graham Hill geschafft. Bei den anderen Kombinationen sieht es folgendermassen aus (und aus den folgenden Listen klammern wir Graham Hill aus).

Siege in Le Mans und in Monaco

Maurice Trintignant (Le Mans 1954, Monaco 1955 und 1958)

Bruce McLaren (Monaco 1962, Le Mans 1966)

Jochen Rindt (Le Mans 1965 und Monaco 1970)

Fernando Alonso (Monaco 2006 und 2007, Le Mans 2018)

Siege in Le Mans und in Indy

A.J. Foyt (Indy 1961, 1964, 1967 und 1977, Le Mans 1967)

Siege in Monaco und Indy

Juan Pablo Montoya (Monaco 2003, Indy 2000 und 2015)

Wir haben aber noch ein paar andere interessante Allrounder gefunden.

GP-Sieger, dazu Gewinner in Le Mans und Indianapolis

Graham Hill

Sieger in der Formel 1 und beim Indy 500

Juan Pablo Montoya

Jacques Villeneuve

Emerson Fittipaldi

Mario Andretti

Jim Clark

Sieger in der Formel 1 und in Le Mans (Monaco-GP-Sieger oben)

Fernando Alonso

Michele Alboreto

Johnny Herbert

Jochen Mass

Jacky Ickx

Didier Pironi

Pedro Rodríguez

Dan Gurney

Ludovico Scarfiotti

Lorenzo Bandini

Phil Hill

Mike Hawthorn

Froilán González

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