Fernando Alonso vor Monaco-Wochenende: «Ich fahre lieber hier als in Monza»
Monaco bietet wegen der einzigartigen Streckencharakteristik auch jenen Teams eine Chance, die nicht an der Spitze kämpfen. Fernando Alonso bleibt dennoch skeptisch, wenn es um seine Leistung geht.
Monaco ist ein ganz besonderes Rennwochenende im Formel-1-Kalender – und das nicht nur, weil die Hatz im kleinen Fürstentum angesichts der atemberaubenden Kulisse und der langen Geschichte des Rennens Kultstatus geniesst. Auch ist die Streckencharakteristik des Strassenkurses einmalig, denn nirgendwo sonst müssen die Formel-1-Stars so präzise vorgehen, um nicht in den Leitplanken zu landen.
Der enge Kurs bietet auch kaum Möglichkeiten zum Überholen, entsprechend wichtig ist das Qualifying, das eine Vorentscheidung für den Rennsonntag darstellt. Auch deshalb haben jene Fahrer, die nicht mit der besten Antriebseinheit unterwegs sind, eine Chance, gut abzuschneiden. Das weiss auch Fernando Alonso, der bereits 21 Grands Prix in Monte Carlo bestritten und zwei Mal den prestigeträchtigen Sieg geholt hat.
Dennoch will er die Hoffnungen der Aston Martin-Fans auf die ersten Punkte in diesem Jahr dämpfen, denn das Honda-Triebwerk ist nicht der einzige Faktor, das den Ingenieuren im Team aus Silverstone Kopfzerbrechen bereitet. Im Fahrerlager von Monte Carlo betont der 44-Jährige: «Wir haben seit dem Rennen in Miami auch ein Problem mit dem Getriebe, und das kann man hier überhaupt nicht brauchen.»
«Wenn dein Auto hier plötzlich runterschaltet, das Lenkrad blockiert oder ein Gangwechsel dafür sorgt, dass sich die Power plötzlich anfühlt, als würdest du Vollgas geben, dann ist hier das Rennen schnell gelaufen, weil du in der Mauer landest», präzisierte der Weltmeister von 2005 und 2006, und ergänzte: «Ich freue mich sehr, hier zu fahren, aber ich bin auch realistisch, was unsere Chance auf einen Top-10-Platz angeht. Aber natürlich, ich fahre lieber hier als in Monza.»
Beim jüngsten Kräftemessen in Kanada kämpfte Alonso mit einem besonderen Problem: Sein Sitz bereitete ihm Mühe, nach 23 Runden auf dem Circuit Gilles Villeneuve stellte er seinen grünen GP-Renner an der Box ab. Der Sitz wurde angepasst, kleinere Anpassungen werde man nach Bedarf noch vornehmen, erklärte er. «Es ist einfach so, dass man bei gewissen Sitzpositionen Druck auf einige Nerven ausübt, die zu Taubheit in den Beinen führt. Normalerweise zeigt sich sowas schon während der Vorsaison-Tests, aber unsere längste Fahrt in Bahrain war nur acht Runden lang», fügte er an.
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