Honda-Rookie Moreira (7.) im Finale durchgereicht: «Dann kam der Einbruch»
Diogo Moreira fuhr ein starkes Sprintrennen und lag zeitweise auf Rang 6. In der Schlussphase wurde er dann abgefangen und Siebter. Der Rookie war erneut der bestplatzierte Honda-Pilot.
Der Weg zu drei Sprint-Punkten war für Diogo Moreira holprig. Moreira musste durch Q1 und stürzte dabei. Seine Zeit reichte, um ins Q2 zu kommen, wo er sich den zehnten Startplatz sicherte. Im elf Runden langen Sprint fuhr der Brasilianer früh nach vorne, kassierte unter anderem Francesco Bagnaia (Ducati) und Raul Fernandez (Aprilia) und lag zeitweise auf Platz sechs, ehe ihn Fermin Aldeguer (Ducati) in der letzten Runde abfing. «In der Bremsphase war ich stark, ich konnte in allen Runden hart bremsen», erzählte Moreira, der allerdings ein Problem identifizierte. «In den letzten drei Runden war der Hinterreifen fertig. Ich denke, wir haben diesen Tag überlebt.»
Sämtliche Honda-Piloten fuhren den weichen Hinterreifen, was laut Moreira keine strategische Entscheidung war. «In unserer Situation können wir den Sprint nicht mit dem mittleren Reifen machen», erklärte er. «Auch für das Rennen können wir nicht damit arbeiten.»
In den letzten vier Runden brachen die Rundenzeiten von Moreira ein. Er konnte nur noch 1:48er-Zeiten fahren, wodurch er den Anschluss an die Top 5 verlor und noch von Aldeguer überholt wurde. Der Einbruch kam, da er in den ersten Runden zu stark gepusht hatte. «Das war aber auch gut für uns, weil wir uns am Anfang diese Lücke erarbeitet haben. Nur Fermin ist in der letzten Runde vorbeigegangen.»
Ziel für Sonntag: Top 10, Zurückhaltung in den ersten Runden
Für das Rennen bremst er die Erwartungen. «Ehrlich gesagt müssen wir um die Top 10 kämpfen, das ist das Ziel. Morgen werden viele Fahrer mit dem mittleren Reifen vorne sein – Raul, Pecco.« Eine Sache, die ihn beruhigt: Die Armprobleme vom Saisonbeginn sind Geschichte, geht es nach dem aufstrebenden Neuling, verschwunden. «Inzwischen sind wir auf dem Motorrad entspannter, dadurch ist es leichter, das Rennen durchzufahren.»
Bleibt ein Punkt, der zeigt, wie sehr die Königsklasse den Rookie fordert. Gefragt, ob er mit dem MotoGP-Bike so driften könne wie im Supermoto-Training, antwortete Moreira: «Hier ist es schwierig, weil wir viele Kontrollsysteme am Motorrad haben. Es ist immer ein Kompromiss. Ich weiß, dass ich am Anfang mehr pushen könnte – aber wenn ich mehr pushe, haben wir am Ende keinen Grip mehr.« Das bisherige Fazit zum Aragon-Wochenende klang versöhnlich: «Ich habe dieses Wochenende jede Session genossen.»
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