Formel-1-CEO Stefano Domenicali überzeugt: «Das interessiert niemanden»
Stefano Domenicali wurde auf die Klagen einiger Fans angesprochen, dass die Grafik, die den Batterie-Ladestand einzelner Fahrer preisgibt, zuletzt nicht mehr zu sehen war. Er fand eine klare Antwort.
Das neue Reglement, das in der Formel 1 seit diesem Jahr gilt, hat die Bedeutung der Elektro-Power in der Formel 1 verstärkt. Entsprechend wichtig ist der Batterie-Ladestand der einzelnen Fahrer, und dieser war in den ersten Rennen auch zu sehen. Zuletzt fehlte aber die entsprechende Grafik, und das hat einige Fans verärgert. Denn je nach Ladezustand kann ein Fahrer sich gegen einen Angriff wehren, oder ist dem Gegner ausgeliefert.
Kritiker der neuen Regeln monieren denn auch, dass die deutlich zahlreicheren Überholmanöver in diesem Jahr oft auf unterschiedliche Ladestände zurückzuführen seien. Und deshalb sei die Action auch künstlich. Einige vermuten deshalb, dass die Formel-1-Verantwortlichen die unterschiedlichen Ladestände deshalb nicht mehr angezeigt werden.
Auf die Frage, ob es den Fans nicht helfen würde, den Sport besser zu verstehen, wenn man solche Daten einblende, erklärte Formel-1-CEO Stefano Domenicali: «Es interessiert niemanden, wie du dein Auto fährst. Die Leute interessiert es, ob ein Überholmanöver erfolgt oder eben nicht. Das trifft auf den grössten Teil der Zuschauer zu. Es stimmt, dass gewisse Leute sich auf sowas konzentrieren, und auch das ist sehr wichtig. Das ist wie beim Flachstellen des Heckflügels zuvor, die Leute interessierte es nicht, warum ein Manöver erfolgte.»
Interessante Diskussion mit Star-Wars-Regisseur George Lucas
Er habe am Samstag in Ungarn diesbezüglich eine unglaublich interessante Diskussion mit dem Star-Wars-Erschaffer und Kult-Regisseur George Lucas geführt, der im Fahrerlager zu Besuch war, offenbarte der Italiener. «Er war in Ungarn und gab mir einen unglaublichen Einblick darüber, wie man die Dinge vereinfachen kann, denn die neuen Fans verstehen die Wahrheit hinter den Kulissen nicht. Sie sind fasziniert, weil viel Action geboten wird.»
«Es gibt seit dem Start eine Debatte darüber, einige debattieren über die technischen Regeln in diesem Jahr, und ich würde sagen, das passiert grösstenteils innerhalb der Formel-1-Welt, einige Fahrer und Leute, die Teil unseres Ökosystems sind. Aber die Weltmeisterschaft ist sehr faszinierend geworden. Auf der Strecke ist so viel los, und die Leute lieben es. Sie konzentrieren sich darauf, was auf der Strecke passiert. Sie verstehen nichts von Superclipping und all diesen Dingen, das ist zu technisch für die breite Masse», ist Domenicali überzeugt.
Stefano Domenicali betont: Die Daten sind verfügbar
«Sicherlich gibt es das Bedürfnis für jene Fans, die sich darauf fokussieren, die richtigen Informationen zu haben. Aber der Grossteil der Leute will einfach sehen, was auf der Strecke passiert, das könnt ihr mir glauben. Sie interessieren sich nicht dafür, in welchem Winkel das Gaspedal steht, wie der Bremsdruck ist und wie man überholen kann. Die Leute wollen Kunststücke sehen, wie das Überholmanöver von Max Verstappen an Lewis Hamilton in der ersten Kurve des Hungarorings. Das steht in direkter Verbindung mit den fahrerischen Qualitäten eines Piloten», erklärte der frühere Ferrari-Teamchef daraufhin.
«Letztlich handelt es sich hierbei um ein Konzept, das dem Fahrer Möglichkeiten aufzeigt, wie er die Leistung seines Autos maximieren kann – ganz gleich, ob es um das Bremsen oder die Beschleunigung geht, die durch die Elektrifizierung ermöglicht wird. So verhält sich das Ganze meiner Meinung nach. Natürlich sind diese Daten für einen kleinen Teil unserer Fans relevant, und natürlich sind sie verf
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