Reha-Patient Johann Zarco (Honda) will kein MotoGP-Superheld sein
Frankreichs MotoGP-Ikone Johann Zarco arbeitet hart an einem Comeback. In einem Fernsehinterview verriet der Reha-Patient, dass er dabei anders tickt als Weltmeister Marc Marquez – und entspannt ist.
Während sich der Vizeweltmeister aus Spanien zügig erholte und seit dem Brünn-GP zurück im MotoGP-Geschehen ist, arbeitet Johann mit einem anderen Zeitplan an seiner Rückkehr. Noch unverbindlich formuliert, sprechen Hersteller, Team und Pilot derzeit von September. Als hochwahrscheinlich gilt jedenfalls, dass der Honda-LCR-Athlet mit dem Beginn der Überseerennen, der Japan-GP am 4. Oktober läutet die Schlussphase der 2026er-Saison ein, wieder aktiv ist.
Begründet ist die monatelange Reha in der komplizierten Knieverletzung. Durch die schweren Abschürfungen war es zudem lange nicht möglich, zu vertretbaren Risiken operativ einzugreifen. Mittlerweile steht fest, dass der älteste Fahrer der Königsklasse ohne gravierende Folgeschäden bleiben wird.
Kurz nach dem Unfall in Kurve 1 in Barcelona, bei dem Franzose im Motorrad von Pecco Bagnaia landete, dachte Zarco erst einmal nicht ans Motorradfahren. «Ich habe einfach gehofft, dass ich wieder laufen kann», so Johann Zarco in einer Aufnahme des französischen Senders Canal+.
In der Botschaft auf Französisch zog der 36-Jährige auch Vergleiche zu der mit großem Medieninteresse verfolgten Regenerationsphase des Weltmeisters Marc Marquez. Zarco: «Ich habe gesehen, wie Marc litt und das Gesicht verzog, als sie ihm Nadeln in die Schulter stachen. Da wurde mir klar, wie schwer das ist. Ich fühle mich nicht so mutig wie er; ich möchte kein Superheld sein.»
Sicherheit: Unfallopfer Zarco war schon weg vom Transfermarkt
Glück im Unglück hatte der Moto2-Doppelweltmeister nicht nur aus medizinischer Sicht. Die Begleitumstände helfen mit der Verletzung umzugehen. Konkret: Johann ging in mentaler Hinsicht schon deshalb entspannt in die Kampagne, weil er nicht Teil des bestimmenden Transfermarkt-Geschehens für 2027 war. Wie Teamkollege Diogo Moreira auch wurde Zarco im Sommer 2025 bis Ende 2027 an den größten Motorradhersteller gebunden.
Der in Andorra lebende Franzose ist sich bewusst: «Ich kann so aber auch denken, weil ich das Glück habe, bereits einen Vertrag für 2027 zu haben. Das ermöglicht es mir, geduldig zu sein“, sagte Zarco auf Canal+. Für den anstehenden britischen GP hat Zarcos Mannschaft LCR-Honda den perfekten Ersatz. Veteran
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