George Russell (Mercedes) spürt den Druck von Kimi Antonelli: P3 verschenkt
Der 28-jährige Mercedes-Fahrer George Russell ist nach dem Japan-GP verzweifelt: «Ich hätte gewonnen», ist der Brite überzeugt. Timo Glock ist anderer Ansicht: «Sorry, aber George hat das vergeigt.»
In Australien war der Engländer George Russell noch strahlender Sieger und WM-Leader. Seit China ist das Lächeln rar geworden: Der sechsfache GP-Sieger spürt, dass ihm der junge Kimi Antonelli bei Mercedes die Pasta vom Teller stibitzt.
Russell ist überzeugt: Das Rennglück hatte ihn verlassen, nur deshalb entging ihm der Sieg. Der Brite meint: «Im Rennsport läuft es mal für dich und mal gegen dich. Im Moment fühlt es sich einfach so an, als ob an den letzten beiden Rennwochenenden jedes Problem, das wir haben, auf meiner Seite ist und ich derjenige bin, der diesen Schmerz durchmachen muss."
„Lando hatte in der Qualifikation keine Probleme, dafür umso mehr im Training. Es ist also einfach Glückssache mit diesen neuen Autos. Es ist Rennen 3 von 22, ich mache mir überhaupt keine Sorgen wegen dem, was hier passiert, und ich weiß, dass ich alles habe, um wieder zurückzukommen.»
«Das Timing beim Safety-Car war einfach unglücklich. Wäre ich nur eine Runde später reingekommen und hätte unter gelb Reifen wechseln können, dann hätte ich heute gewonnen.»
Timo Glock: «Russell hat sich vertan»
Stattdessen ging nicht nur der Sieg flöten, sondern auch ein Podestplatz. Sky-GP-Experte Timo Glock schätze die Lage von Russell so ein: «Kimi Antonelli hatte das ganze Wochenende über eine Portion Extra-Speed, und auch als er im Japan-GP die Führung verlor, da war bald klar, dass er der schnellste Mann auf der Bahn ist und wieder nach vorne kommen würde.»
«George Russell hatte in der Safety-Car-Phase Pech das ist wahr, aber er ist nicht gut gestartet, und seinen Podestplatz gegen Charles Leclerc hat er verloren, weil er sich beim Energie-Management vertan hat. Die TV-Bilder zeigten, dass Leclerc im Ferrari vor der Spoon-Kurve einfach an Russell vorbeifährt, der wehrt sich noch nicht mal.»
«Möglicherweise hat Russell versucht, in Sachen Energie-Einsatz eine andere Strategie zu versuchen, um sich gegen die Ferrari zu behaupten. Schon vor dem Überholmanöver von Leclerc hat man gesehen, dass Russell da am Knöpfedrücken war, sofort fiel der Speed zusammen. Vielleicht hat er sich da in den ganzen Einstellungen einfach vertan, was den Ladezyklus angeht.»
«Danach konnte Russell nicht mehr kontern, weil Leclerc schon zu weit weggezogen war. Ich schätze, da hat sich Russell in Sachen Energie-Management einen Fehler geleistet. Und das hat ihn letztlich Rang 3 gekostet.»
Fazit von Timo: «George Russell spürt den Druck von Kimi Antonelli, und das sieht man ihm auch an.»
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