Supersport-WM • Neu
Bescheidener Sieger: Albert Arenas (Yamaha) redet seine Leistungen klein
Kawasaki ist in der Supersport-WM 2026 nicht so schlagkräftig wie erwartet. Der zweifache Champion Domi Aegerter schaffte es in Misano zweimal in die Punkte und rückt das Positive in den Vordergrund.
Misano ist aus mehrerlei Sicht eine besondere Veranstaltung für das Kawasaki-Werksteam und Dominique Aegerter. Für die Truppe um Manuel Puccetti ist es das Heimrennen und aus der Schweiz kommen traditionell viele Besucher in die Ferienregion an der Adria. Kawasaki hat deshalb mehr Gäste als bei jedem anderen Rennen.
Dieses Jahr waren auch auffällig viele Japaner da, neben dem Präsidenten von Kawasaki Europa auch der Big-Boss aus Japan. Die Abordnung besuchte das ihnen gehörende Bimota-Werk in Rimini und warf auch einen genauen Blick darauf, wie sich Puccetti im ersten Jahr als Werksteam der Grünen schlägt.
Nett ausgedrückt kann man sagen, dass es besser hätte laufen können. Superbike-Pilot Garrett Gerloff agierte nach seinem Sturz im Qualifying in den Rennen chancenlos und auch die Supersport-Abteilung mit Dominique Aegerter und Jeremy Alcoba hatte wenig zu feiern.
Im ersten Rennen am Samstag kam der Schweizer als 13. ins Ziel – direkt vor Alcoba, aber 18,1 sec hinter Sieger Valentin Debise auf der schnellen ZX Moto aus China.
Am Sonntag wurde Alcoba mit deutlich weniger schmerzhaften 8,5 sec Rückstand auf Sieger und WM-Leader Albert Arenas (AS Yamaha) Fünfter, Aegerter verlor 2,8 sec mehr, wurde aber nur 13. Zur Wahrheit gehört aber auch: Einige grenzwertige Manöver seiner direkten Konkurrenten in der Schlussphase des Rennens brachten den Rohrbacher um ein besseres Ergebnis.
«Es war sehr beeindruckend, wie viele Gäste uns in Misano besucht und angefeuert haben – vielen Dank an alle für ihr Kommen und die Unterstützung», so Aegerter. «Wir haben im Laufe des Wochenendes einige Fortschritte erzielt und sind näher an die Spitzenfahrer herangerückt. Auch ich selbst habe mich verbessert, da ich mich jetzt mit dem Motorrad wohler fühle und meinen Fahrstil mehr an die Anforderungen der Kawasaki anpassen konnte. Der 13. Platz ist nicht das Ergebnis, das wir uns erhofft hatten. Aber wir haben uns nahe an den Top-5 behauptet, und Jeremy kam auf Platz 5 als Erster unserer Gruppe ins Ziel. Ich hatte in den letzten zwei Runden etwas Pech wegen zwei ziemlich heftigen Remplern von anderen Fahrern, die mich jeweils ein paar Positionen gekostet haben. Das Wichtigste ist, dass wir uns verbessert haben, das gibt uns Auftrieb für das nächste Meeting in Donington Park.»
In der Gesamtwertung liegen Alcoba (100 Punkte) und Aegerter (31 Punkte) auf den Rängen 9 und 17.
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