Trotz Formel-1-WM-Titel von Kimi Antonelli: Hausaufgaben für Mercedes-Team
In Mexiko krönte sich Kimi Antonelli zum Weltmeister. Der Mercedes-Star und sein Team ernten dafür ein dickes Lob von ServusTV-Experte Christian Klien, der allerdings auch eine Warnung ausspricht.
Am Rennsonntag in Mexiko hat Kimi Antonelli Formel-1-Geschichte geschrieben. Im jungen Alter von 20 Jahren, 2 Monaten und 7 Tagen hat sich das Mercedes-Wunderkind vier Rennwochenenden vor Schluss zum mit Abstand jüngsten Weltmeister aller Zeiten gekrönt. Er ist der erste italienische Formel-1-Champion seit 73 Jahren. «Für eine derart grosse Motorsport-Nation, die eigentlich immer Fahrer in der Formel 1 hatte, eigentlich verrückt», sagt ServusTV-Experte Christian Klien.
Mit Blick auf das Potenzial des Senkrechtstarters aus Bologna fügt der ehemalige GP-Pilot an: «Wenn er jetzt schon so gut ist, wird er in den nächsten Jahren nur noch stärker werden. Mit jedem Rennsieg kommt mehr Selbstvertrauen, mit dem WM-Titel sowieso noch einmal. Er entwickelt sich zur echten Waffe.»
Bodenständig und ohne Druck: So fuhr Kimi Antonelli zum WM-Titel
«Kimi macht alles mit einer unglaublichen Leichtigkeit und lässt den Druck gar nicht an sich heran. Vielleicht aufgrund seiner Jugend, weil er zum ersten Mal in dieser Situation steckt. Dass er nie die Weltmeisterschaft im Kopf hatte und immer nur von Rennen zu Rennen denkt, nehme ich ihm wirklich ab», betont Klien, der auch Mercedes-Teamchef Toto Wolff lobt, weil dieser das Supertalent über die Jahre behutsam aufgebaut hat.
«Ich finde es beachtlich, wie bodenständig Kimi geblieben ist – trotz der vielen Highlights wie in Monaco oder dem Heim-Grand-Prix in Monza, wo er von ganz hinten auf die Eins gefahren ist. Er wirkt auch bei den Siegerehrungen und Pressekonferenzen immer sehr aufgeräumt», lobt der 43-Jährige.
Trotz der starken Leistung von Antonelli und des absehbaren Mercedes-Gesamtsiegs in der Konstrukteurs-WM warnt Klien aber auch: Mercedes habe über den Winter Hausaufgaben zu erledigen. «Das letzte Upgrade hat nicht so richtig gefruchtet. Wenn sie wieder um die WM fahren wollen, müssen Entwicklungsschritte kommen.»
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