Kimi Antonelli (Mercedes): «Es gibt keine Nummer 1»
Kimi Antonelli führt mit gerade mal 20 Jahren die Formel-1-WM an. Der Italiener behauptet aber: Er sieht sich im Team mit seinem Stallgefährten George Russell auf einem Level.
In der WM-Wertung ist Mercedes-Pilot Kimi Antonelli die klare Nummer 1 in der Formel 1. Er führt nach seinem Sieg in Monza vergangenen Sonntag die WM-Tabelle mit 66 Punkten Abstand auf seinen Teamkollegen George Russell an. Das sind mehr als zwei Rennsiege bei gleichzeitigem Ausfall Unterschied. Den Rückstand aus eigener Kraft aufzuholen, ist für Russell schwierig bis unmöglich. Der Brite sagte selbst: «Wenn ich diese WM gewinnen möchte, brauche ich auch eine Portion Glück.»
Und wer ist innerhalb des Mercedes-Teams die Nummer 1? Immer wieder wurde zuletzt um Stallordern diskutiert. Ab welchem Punkt sollte das Team ein Machtwort sprechen, um harte teaminterne Duelle zu unterbinden? Wann muss einem Fahrer gegebenenfalls der Vorrang gegeben werden, um die Team-WM abzusichern?
Antonelli: «Bin nicht der wahre Leader»
Kimi Antonelli gibt sich nach außen ganz locker, macht sich zumindest offiziell gar keine Gedanken über die teaminterne Hierarchie: «Innerhalb von Mercedes gibt es kein Nummer-1-Fahrer. Das Team gibt uns die gleichen Möglichkeiten. George ist ein unglaublicher Fahrer und er war in den letzten Rennen in Form. Aber ich habe nicht das Gefühl, dass es eine Nummer 1 gibt. Das Team behandelt und gleich mit den gleichen Optionen. Ich bin nicht der wahre Leader oder so, sondern wir sind beide auf demselben Level.»
Und auch über die WM will er gar nicht so viel nachdenken – sagt er jedenfalls nach außen. Antonelli: «Es ist noch ein weiter Weg und noch früh in der Saison. Ich will nicht fahren und dabei an die Weltmeisterschaft denken. Monza war ein bisschen der Beleg, dass ich einfach nur versucht habe zu gewinnen, mein Bestes zu geben. Das ist das Mindset. Es kann natürlich Entscheidungen in der Zukunft geben, wenn ich bestimmte Entscheidungen treffen und dabei an die Weltmeisterschaft denken muss. Was ich aber vermeiden will, ist im Training, Qualifying oder sogar im Rennen mir über eine WM Gedanken zu machen.»
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