Kimi Antonelli (Mercedes) warnt in Singapur: «Davon sind wir weit entfernt»
WM-Leader Kimi Antonelli holt im Abschlusstraining zum Singapur-GP den vierten Startplatz, hinter Verstappen, Leclerc und Hamilton. Der Italiener sagt, was an diesem Tag gut und was schlecht war.
Zum zweiten Mal in Folge kein Mercedes in der ersten Startreihe für einen Formel-1-WM-Lauf 2026, aber es gibt Hoffnung bei den Führenden in der Konstrukteurs-WM: Denn Kimi Antonelli hat in der Qualifikation für den Singapur-GP mit Platz 4 ein besseres Ergebnis erzielt als George Russell auf P6.
Das ist insofern relevant, weil Antonelli mit der neuen Fahrzeug-Spezifikation fährt und Russell mit der alten. Kimi wollte mit dem in Malaysia unverstandenen Evo-Paket antreten, «weil ich spüre, dass es mehr Potential bietet, wir müssen es nur schaffen, es aus dem Wagen zu kitzeln», wie der Italiener in Singapur am Donnerstag festgehalten hatte.
Russell seinerseits wollte mit der vor dem Bahrain-GP in Sepang verwendeten Version fahren, «weil ich mich damit wohler fühle». Damit aber blieb George in der Quali um zwei Zehntel hinter Kimi.
Kimi erzählt übers Abschlusstraining zum Singapur-GP: «Wir haben es geschafft, den Wagen in ein besseres Arbeitsfenster zu bringen, auch wenn wir von den Möglichkeiten noch immer begrenzt sind. Das Arbeitsfenster ist noch zu eng.»
«Ich fühlte mich im Auto wohler als am Freitag. Wir beginnen, das Potential des Evo-Pakets zu erahnen, aber wir sind noch weit davon entfernt, das Beste daraus zu machen. Wir müssen das Verständnis weiter vertiefen, um da einen Schritt weiter zu kommen.»
«Die Fahrzeugbalance variiert stark, abhängig davon, ob ich den Wagen schone oder attackiere. Das Auto ist sensibler als die Version von früher. In Kurve 3 etwa ging ich aufs Gas, schon brach das Heck aus. In Kurve 10 hingegen schob der Wagen über die Vorderachse, als ich das Tempo verschärfte. Das ist alles noch nicht ausgewogen.»
«Morgen werden wir mit dem Wagen im Verkehr fahren, das ist wieder etwas Anderes als heute in der Quali. Da gibt es für mich noch viele Fragezeichen, denn wir haben zwar am Freitag im einzigen freien Training einen Dauerlauf versucht, aber da waren wir von der Abstimmung noch erst am Anfang. Daher ist es schwierig, daraus Rückschlüsse fürs Rennen zu ziehen.»
«Und die Lehren aus dem Sprint sind begrenzt, was ein Gefühl fürs Rennen angeht, denn zunächst war die Piste nass, und wir sind den ganzen Sprint über auf den Intermediates geblieben.»
«Ich brauche jedenfalls einen guten Start und bleibe bei meinem Motto – bei jedem Einsatz versuchen, das Beste aus meinen Möglichkeiten zu machen. Ich hoffe, das führt zu einem Podestplatz.»
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