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Sieger Nicolo Bulega fasziniert: «Alles geben und den Körper zerstören»

Superbike-WM-Dominator Nicolo Bulega liefert eine Rekordsaison ab, mit seinem Triumph im ersten Rennen in Estoril hat er einen weiteren eingestellt. Doch das war ihm am Samstag nicht das Wichtigste.

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27 Siege in einer Saison lautet die Rekordmarke in der Superbike-WM, aufgestellt 2023 von Alvaro Bautista. Seit dem 10. Oktober 2026 hat diesen Rekord auch Nicolo Bulega inne, der Weltmeister gewann das erste Rennen in Estoril in erneut überragender Manier vor Aruba-Teamkollege Iker Lecuona, nachdem er im Qualifying den Pole-Rekord von Toprak Razgatlioglu (BMW) pulverisiert hatte. Halten wir uns vor Augen, dass Bulega in diesem Jahr noch fünf Rennen vor sich hat, wird Bautista womöglich schon am Sonntag überboten.

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«Wichtiger als der Rekord ist für mich, dass ich wieder gewinne», unterstrich der Ducati-Star, der bei seinem Heimrennen in Cremona zwar den Titel einfuhr, sich aber dreimal hinter Lecuona anstellen musste. «Jetzt fahre ich mein Motorrad wieder gut, in Cremona hatte ich ein sehr schlechtes Gefühl. Nichts passte mir, ich stürzte zweimal. In Cremona kam vieles zusammen, das ist eine Strecke, an der ich nichts mag, meine schlimmste Piste. Aber ich war Zweiter, nicht Letzter. Hinzu kam, dass ich den Druck hatte, den Titel in Italien zu gewinnen. Für mich war sehr wichtig, dass ich ihn in Italien hole, vor den Ducati-Leuten, meinen Freunden und allen, die gekommen sind, um mich zu sehen. Nach Cremona war ich glücklich über den Titel, aber nicht mit meiner Leistung. Ich dachte an zu viele Dinge, jetzt kann ich befreit fahren. Die Weltmeisterschaft ist gewonnen, ich will dieses Fahrerlager mit weiteren Siegen verlassen.»

Bulega verbesserte Topraks Pole-Rekord aus dem Vorjahr um fabelhafte 0,319 sec, für diese Runde brauchte er 1:33,884 min. «Das war eine sehr gute Runde», erzählte der 26-Jährige beim Treffen mit SPEEDWEEK.com in Estoril. «Ich hatte nicht erwartet, dass mir 1:33 min gelingt. Aber wenn ein Qualifyer drauf ist und das Visier nach unten geht, dann sehe ich überall Rot. Das Qualifying ist mir der liebste Teil des Wochenendes, da kann der Fahrer in einer Runde alles geben und seinen Körper zerstören.»

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Eine interessante Randnotiz: Nie zuvor qualifizierte sich ein Ducati-Fahrer auf dem Circuito Estoril für Startplatz 1. Bulega fand prompt eine Erklärung dafür: «Toprak war hier immer sehr stark, ihn zu schlagen war schwierig. Ich bin der Einzige, dem das gelang.»

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