Nico Hülkenberg/Audi enttäuscht und wütend: «Das sollte die FIA verbieten!»
2025 hat Nico Hülkenberg mit Sauber (heute Audi) sein bestes Barcelona-Ergebnis eingefahren: Platz 5. Aber der 255-fache GP-Teilnehmer ärgert sich noch immer über die Vorkommnisse in Monaco.
Vor einem Jahr spielte Nico Hülkenberg seine ganze Routine aus: Fünfter beim Grossen Preis von Spanien auf dem Circuit de Catalunya-Barcelona, damals im Sauber. Inzwischen ist aus Sauber Audi geworden, und Hülkenberg rennt seinen ersten Punkten der Saison hinterher. In Monaco wurde er als Neunter über der Ziellinie strafversetzt, wegen einer Kollision mit Carlos Sainz, daher erneut nicht in den Top-Ten.
Der 38-jährige Deutsche aus Emmerich ist wütend und enttäuscht über die Strafe: «Letztlich war das alles ja eine Kettenreaktion. Ich habe mir das alles nochmals in Ruhe angeschaut. Alles fing damit an, dass Russell alle aufhielt, weil er sich eine Lücke schaffen wollte zum Absitzen seiner Strafe.»
«Das erzeugte viel Chaos, die Autos stolpern einander über die Räder. Aus Mirabeau heraus hatte ich Alonso an meiner Seite, da war auch Ocon, auf den ich aufpassen musste, ich guckte nach links, nach rechts, wieder nach links, ich wich Ocon aus, daher wurde ich ganz an die Innenseite der Loews gezwungen.»
«Sainz lag rechts aussen, aber sorry, Carlos weiss doch auch, was hinter ihm los ist, dennoch schneidet er recht entschlossen herein, er hätte seine Haut leicht retten können, indem er mir ein wenig mehr Raum lässt. Aber letztlich kommt so was immer wieder vor.»
«Für mich ein wenig seltsam, wie diese Strafe ratz-fatz ausgesprochen wurde, normalerweise wird so etwas in Ruhe untersucht, und wir haben auch die Möglichkeit, nach einem Rennen unseren Standpunkt den Rennkommissaren zu erklären. Nicht dieses Mal.»
«Wir waren nicht übel unterwegs und konnten durch eine kluge Strategie vorrücken. Leider endeten wir dann hinter den beiden Williams, die da ihr Ding durchzogen. (Also Tempo rausnehmen durch den Vordermann, sich eine Lücke für den Stopp erzeugen, dank dieser Lücke kein Platzverlust beim Reifenwechsel. Danach das umgekehrte Spiel mit dem zweiten Williams. Das haben die Briten 2025 schon vollführt und nun wiederholt. M.B.)
Nico findet: «Wenn sich die FIA anschaut, wie die kommenden Monaco-GP ablaufen sollten, dann müsste man das dringend anschauen. Eigentlich müsste man das absichtliche Aufhalten der Gegner verbieten, das ist nicht besonders sportlich. Sie haben nichts Illegales getan, aber ich bin der Ansicht, das sollte man künftig anders machen.»
Zum neuen Gewichtung bei den Formel-1-Motoren für 2027 und 2028 (mehr Power vom Verbrenner, weniger durch die elektrische Seite) meint Nico: «Die meisten Fahrer waren dafür, dass wir von diesem recht kritischen Energie-Management ein wenig wegkommen, vor allem in der Quali. Für mich persönlich passt das.»
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