Kimi Antonelli Weltmeister nach P3 Mexiko: «Was ist hier gerade passiert?»
Der Italiener klettert nach spannendem Grand Prix von Mexiko als Dritter aufs Podest, er kommt hinter Verstappen und Hamilton ins Ziel und ist Champion. Kimi: «Es tut mir leid, mir fehlen die Worte.»
Kimi Antonelli ist Formel-1-Weltmeister! Platz 3 im turbulenten Grossen Preis von Mexiko reichen dem Italiener, um mit 20 Jahren zum jüngsten Champion in 77 Jahren Königsklasse zu werden.
19. Podestplatz für Antonelli in der Formel 1 (gleich viele wie Dan Gurney, Patrick Depailler, Mario Andretti und Giancarlo Fisichella), in Form eines dritten Platzes im Autódromo Hermanos Rodríguez, hinter Verstappen und Hamilton. Für seinen zehnten GP-Sieg kommt Kimi an diesem Tag nicht in Frage, dazu waren seine Gegner heute zu stark – aber egal!
Wir haben heute die dritte Titelentscheidung an einem 1. November, nach Nelson Piquet 1987 und Mika Häkkinen 1998.
Es ist die sechste Titelentscheidung in Mexiko, nach John Surtees 1964, Denny Hulme 1967, Graham Hill 1968 sowie Lewis Hamilton 2017 und 2018 (unser Foto).
Kimi Antonelli ist der erste Formel-1-Champion, der nach 2000 geboren worden ist.
Antonelli ist der dritte italienische Formel 1-Weltmeister nach Giuseppe Farina (1950) und Alberto Ascari (1952/1953). Damit auch der erste italienische «campione» seit 73 Jahren! Ascari auf unserem Foto aus Bremgarten/Schweiz mit dem berühmten blauen Hemd.
Verstappen 2024, Norris 2025, Antonelli 2026: Wir haben erstmals drei verschiedene Champions in drei Jahren seit Hamilton 2008, Button 2009 und Vettel 2010.
Antonelli ist zudem der vierte Mercedes-Champion in der Formel 1, nach Juan Manuel Fangio (1954/1955), Lewis Hamilton (2014, 2015, 2017, 2018, 2019, 2020) und Nico Rosberg (2016).
Kimi Antonelli heulte während der Auslaufrunde wie ein Schlosshund, dann blickte er so auf seinen Mexiko-GP zurück: «Es ist endlich vollbracht, ich bin so erleichtert! Ohne meine fabelhafte Familie, ohne Mercedes und ohne diese tolle Mannschaft wäre dieser Tag nicht möglich, diese Momente werde ich mein ganzes Leben lang nicht vergessen.»
«Ich fasse es nicht, was gerade passiert ist. Ich meine, ich weiss es, aber irgendwie kann ich es nicht verarbeiten. Es fällt mir schwer, die richtigen Worte zu finden.»
«Und dann stehe ich auch noch mit Max und Lewis auf dem Podest, mit zwei solchen Legenden. Neben ihn zu stehen, neben diesen Legenden, das ist für mich eine grosse Ehre und stimmt mich demütig. Ich hoffe, ich kann auch in Zukunft viele Rad an Rad-Kämpfe mit ihnen ausfechten.»
«Ich habe ja immer gesagt, dass ich den Druck beim Titelrennen nicht spüre, aber ganz ehrlich – heute vor dem Rennen war ich schon sehr angespannt, weil ich genau wusste, was passieren kann.»
«Ich bin überglücklich. Das grosse Ziel ist erreicht, jetzt kann ich die restlichen Rennen der Saison in vollen Zügen geniessen, ohne ständig an den Titel denken zu müssen.»
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