Rückkehrer Joan Mir (Honda) musste aufgeben: «Natürlich bin ich frustriert»
Joan Mir (Honda) hatte beim Malaysia-GP sein Comeback. Sein MotoGP-Wochenende verlief positiv – bis auf das Rennen am Sonntag, in dem er in Runde 9 das Handtuch werfen musste.
Joan Mir war überglücklich, dass er nach einer siebenwöchigen Zwangspause beim MotoGP-Event in Malaysia sein Comeback geben konnte. Der Honda-Pilot war aufgrund einer Erkrankung – sein Sehvermögen war beeinträchtigt und er litt an extremer Müdigkeit – lange Zeit außer Gefecht. Er verpasste die Grands Prix in Österreich, Japan, Indonesien und Australien.
Der Weltmeister von 2020 war in Sepang zurück, und er war auf Anhieb schnell. Im Zeittraining am Freitag schaffte er als Zehnter den direkten Einzug ins Q2 am Samstag. Im Qualifying stellte er seines RC213V auf Startplatz 11, den Sprint beendete er auf Rang 16.
Joan Mir: «Ich dachte, es wäre besser»
Im Grand Prix am Sonntag erwischte Joan Mir einen soliden Start – nach der ersten Runde war er auf Platz 10 zu finden. Diese Position konnte er danach über mehrere Runden halten, doch nach neun Umläufen war Schluss – Mir steuerte die Box an und ließ es bleiben. «Wir hatten mit den Ärzten bereits besprochen, dass ich aufhören würde, falls mir aufgrund der Hitze und dieser schwierigen Bedingungen schwindelig werden sollte. Und in Runde 9 wurde mir tatsächlich ein bisschen schwindelig. Ich hatte die Situation nicht mehr ganz im Griff und habe mich daher entschieden, aufzuhören. Wir werden weiter daran arbeiten und hoffentlich die Situation so schnell wie möglich in den Griff bekommen», berichtete der Mallorquiner in der anschließenden Medienrunde. Könnte es sein, dass alles nur wegen der Hitze schwieriger war? «Ich weiß es nicht. Ich habe so hart daran gearbeitet, in eine bessere Situation zu kommen. Wir müssen jetzt alles noch einmal genau unter die Lupe nehmen und unsere Situation analysieren, denn das Wochenende bis einschließlich Sonntag verlief wirklich gut – sogar besser, als wir erwartet hatten. Es ist sehr schade, und natürlich bin ich frustriert, aber ich bleibe konzentriert darauf, gemeinsam mit dem Team diese Situation zu verstehen und zu meistern.»
Nächste Woche geht es mit dem Katar-GP weiter. Die meisten Fahrer sind nicht begeistert, dort zu fahren. «Wir wissen, dass die Situation dort nicht besonders gut ist. Wenn wir dorthin fahren, dann wahrscheinlich nicht, weil wir es wollen. Das ist zumindest mein Eindruck», stellte Mir klar. «Aber mehr noch als über Katar selbst denke ich gerade über mich selbst nach. Wie man sich vorstellen kann, bin ich ein wenig enttäuscht, weil ich so hart daran gearbeitet habe, hier in einer guten Situation zu sein. Ich dachte, es wäre besser.»
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