Kimi Antonelli vor Mexiko-GP krank: Fieber, Übelkeit, kraftlos, Start-Angst
Erstmals spricht Bald-Weltmeister Kimi Antonelli (20) darüber, wieso er am Donnerstag den Medientag sausen liess: «Mir ging es schlecht, und ich kann nicht schlafen.» Und er hat Bammel vor dem Start.
Das ist der wichtigste Tag in der Rennkarriere von Kimi Antonelli: an diesem 1. November 2026 kann der 20-jährige Italiener zum jüngsten Formel-1-Champion werden.
In den vergangenen Wochen hat der lausbubenhafte Kimi den Druck heruntergespielt. Er hat immer wieder die gleiche Platte aufgelegt: «Ich nehme ein Rennen ums andere und versuche, aus jedem Einsatz das Beste zu machen. Der Rest ergibt sich von selber.»
Das war auch immer das Mantra von Max Verstappen, und der Niederländer ist damit jahrelang so prima unterwegs gewesen wie Antonelli heute.
Aber natürlich geht der Titelgewinn und der Stress von sechs Rennen an sieben Wochenenden nicht spurlos an einem Spitzensportler vorbei, auch nicht am scheinbar stets unbekümmerten Kimi.
Erstmals hat der Bologneser nun zugegeben: Es ist nicht immer alles Lachen und Streiche und Schabernack und Sieges-Champagner.
Am Donnerstag sagte der Mercedes-Fahrer alle Termine ab, und das hatte gute Gründe, wie Kimi nun erstmals zugegeben hat: «Ich hatte hohes Fieber, und mein Magen spielte verrückt. Einfach war das nicht. Nun fühle ich mich ganz okay, aber ich habe noch wenig Energie.»
«Ich fühle mich matt, und ich wusste vor dem Rennen in Mexiko: Ich muss es irgendwie schaffen, mich auszuruhen. Denn ich konnte in den vergangenen Tagen nicht gut schlafen. Ich hoffe, ich bin für den Grand Prix bei besseren Kräften.»
Nach der Strafe für Max Verstappen (ein Startplatz zurück, wegen des unnötigen Duells mit Liam Lawson im freien Training) startet Antonelli von P4.
Kimi weiss: «Der Weg vom Start bis zur Kurve 1 ist lang, also muss ich gut von der Linie wegkommen. Klar will ich gleich mal einige Ränge gewinnen. Aber ich muss auch darauf achten, mich aus allem Ärger rauszuhalten, denn jeder weiss, wie eng es jeweils hier in Mexiko in Kurve 1 werden kann.»
«Wenn mir ein guter Start geling, dann kann ich mit dem Siegerpodest liebäugeln. Ich traue Ferrari ein besseres Renntempo zu als uns, aber ich glaube trotzdem, dass wir einen guten Grand Prix zeigen können.»
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