Max Verstappen knallhart zu Liam Lawson: «Leg dich nicht mit mir an!»
Max Verstappen und Liam Lawson zeigten im Training zum Mexiko-GP ein Duell, als ginge es um den Rennsieg. Beide wurden bestraft. Verstappen findet, das war seitens von Lawson völlig überflüssig.
Das war einer der Aufreger im Training zum Traditions-GP von Mexiko: Formel-1-Champion Max Verstappen musste nach dem zweiten freien Training bei den Regelhütern antraben. Die Rennkommissare Garry Connelly (Australien), Loic Bacquelaine (Belgien), Derek Warwick (Grossbritannien) und Omar Chávez (Mexiko) wollten vom Niederländer wissen, was er sich beim beinharten Duell mit Liam Lawson gedacht hatte.
Die Fans auf den Tribünen fragten sich angesichts der folgenden Szene unweigerlich: Haben wir denn schon ein Rennen?
Liam Lawson und Max Verstappen lieferten sich ein unerbittliches Duell, keiner wollte nachgeben, Teile vom Frontflügel von Lawsons Auto flogen davon. Die Rennleitung zeigte die rote Flagge, um die Trümmerteile von der Bahn zu holen.
Lawson fassungslos am Funk: «Er ist mir einfach reingefahren, Bro, einfach in mir rein. Jedes Wochenende!»
Auch der Wagen von Verstappen wurde beschädigt, am linken Luftleit-Element, das unten dem Seitenkasten vorgelagert ist. Vom Niederländer wurde keine Funk-Meldung eingeblendet.
Nachdem sich die Rennpolizei die Szene angeschaut und die zwei Streithähne angehört hatte, kam sie zum Schluss: Das war nicht gerade vorbildlich – Max Verstappen muss in der Startaufstellung zum Mexiko-GP um einen Rang zurück, daher Startplatz 5.
Für Lawson (Neunter in der Quali) war das alles letztlich egal, er wurde nach dem Abschlusstraining aus der Wertung genommen, wegen unzulässiger Nutzung der Energie-Rückgewinnung.
Das Kommissaren-Quartett begründete die Strafen: «Beide Fahrer haben sich in dieser Situation inakzeptabel verhalten, beide Piloten gaben zu, ihre Aktion sei unnötig und plump gewesen.»
«Da es nun schon verschiedene Situationen dieser Art in den freien Trainings gegeben hat, sind die Rennkommissare entschlossen, die übliche Strafe einer Verwarnung zu verschärfen.»
Max Verstappen nahm bei unseren Kollegen von Viaplay kein Blatt vor den Mund: «Zu Liam Lawson kann ich nur sagen – schau, du kämpfst um deinen Platz in der Formel 1. Also solltest du keinen Streit anfangen, besonders nicht mit mir. Ich habe Lawson immer unterstützt. Ich komme eigentlich gut mit ihm aus. Und ich habe auch immer sehr positiv über ihn im Team gesprochen. Denn natürlich war das, was ihm letztes Jahr passiert ist, ziemlich schrecklich (Lawson wurde nach nur zwei Rennen von Red Bull Racing versetzt zu den Racing Bulls, M.B.). Also ja, ich bin wirklich enttäuscht, dass nun so etwas passiert ist.»
«Ich bin wirklich keine schwierige Person. Aber wenn ich meinen Helm aufsetze, versuche ich natürlich, das Beste daraus zu machen. Und ich werde mich nicht von jemandem von der Strecke drängen lassen – wird mir nicht passieren.»
«Gerade wenn man zur gleichen Familie gehört, wird einem immer beigebracht, dem A-Team grossen Respekt zu zeigen. So etwas habe ich auch nicht gemacht, als ich noch bei Toro Rosso war. Man drängt die Red Bull Racing-Fahrer nicht von der Strecke. Das macht man einfach nicht. Denk doch mal logisch über die Situation nach, in der du dich befindest.»
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