Superbike-WM in China: Stellte FIM-Präsident Viegas die letzten Weichen?
In der vergangenen Woche war die höchstmögliche Delegation vom Motorradweltverband zu einem Besuch in China. FIM-Präsident Jorge Viegas sprach mit Akteuren, die für die Superbike-WM wichtig sind.
Es steht fest: Die Superbike-WM wird nach China expandieren. Zeitpunkt und Schauplatz sind zwar noch nicht bestätigt, vieles deutet aber auf ein Debüt im kommenden Jahr auf dem Shanghai International Circuit hin. Ein Besuch von FIM-Präsident Jorge Viegas im Reich der Mitte in der vergangenen Woche passt perfekt ins Bild.
Denn der Portugiese traf sich in Hangzhou mit dem Management von CF Moto. Der chinesische Hersteller eröffnete jüngst ein gigantisches Werk mit einer Fertigungskapazität von 3,5 Millionen Fahrzeugen im Jahr, und in unmittelbarer Nähe zum Werk ist eine Rennstrecke in Planung.
Viegas wurden auch die Pläne der Racing-Aktivitäten von CF Moto vorgestellt – insbesondere die Entwicklung eines Motorrads für den Einsatz in der Superbike-WM. Es wird spekuliert, dass CF Moto 2027 erste Wildcard-Einsätze absolvieren könnte. «Ich bin vom industriellen und sportlichen Fortschritt in China sehr beeindruckt», sagte Viegas.
Nach Kove (Sportbike), QJ Motor und ZX Moto (Supersport) wären damit vier Motorradhersteller aus China in der seriennahen Weltmeisterschaft engagiert, und zwar in jeder Kategorie mindestens einer.
Über die Motocross-WM MXGP verfügt die FIM bereits über Kontakte zum Sportministerium und zur Shanghai Juss Sports & Entertainment Group (kurz Juss Sports). Nach dem Rennwochenende – der Niederländer Jeffrey Herlings (Honda) triumphierte – traf sich Viegas mit Juss-Präsident Patrick Yang – angeblich ein reiner Höflichkeitsbesuch.
Was den internationalen Spitzensport in China angeht, kommt man an diesem Unternehmen nicht vorbei. Juss Sports organisiert neben der MXGP die Formel1 sowie Tennis- und Reit-Events. Über Tochterunternehmen ist Juss Sports außerdem Eigentümer von diversen Sportstätten – am Shanghai International Circuit hält man 92 Prozent.
Es steht bereits fest, dass Juss Sports auch als lokaler Veranstalter der Superbike-WM in China fungieren wird.
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