Lando Norris (McLaren/5.): «Habe den Preis dafür bezahlt»
Lando Norris klagte nach Platz 5 in der Aserbaidschan-Quali über «schmerzhafte» Probleme an seinem Formel-1-Boliden. Woran’s auf seiner schnellen Runde haperte und was das tiefergehende Problem ist.
Ein kleiner Fehler zur falschen Zeit kostete 2025er-Weltmeister Lando Norris (McLaren) im Qualifying von Baku wichtige Performance. Der Brite startet nur als Fünfter, also aus der dritten Reihe, in den Großen Preis von Aserbaidschan.
Kleiner Ausblick auf das, was hätte sein können: Norris-Kollege Oscar Piastri wurde Dritter im Qualifying, landete aber auch acht Zehntelsekunden hinter George Russell auf Pole. Für Norris waren es ganze 1,1 Sekunden. Was war da los? In seinem letzten Versuch einer schnellen Runde, blockierten in Kurve 3 seine Räder, er fuhr in die Auslaufzone. Entsprechend war die Runde ruiniert. Nur Platz 5.
Norris: Für Fehler bezahlt
Norris sagte nach dem Qualifying: «Ich habe mich das ganze Wochenende über im Auto wohlgefühlt. Nur in meiner letzten Runde habe ich einen Fehler gemacht und dafür den Preis bezahlt.»
Der 2025er-Weltmeister muss sich eingestehen, dass er in diesem Jahr in einer komplett anderen Lage im WM-Kampf ist. Norris steht an Rang 4 in der WM-Tabelle, hat allerdings 106 Punkte Rückstand auf Kimi Antonelli. Die Titelverteidigung kann er also quasi abschreiben. Allerdings hat er auf Lewis Hamilton (Ferrari/3.) nur fünf Punkte Rückstand.
Alles für die Pole
Norris: «Ich bin an einem Punkt in der Meisterschaft angelangt, an dem ich entweder die Pole holen muss oder es zumindest alles dafür geben muss. Und natürlich habe ich heute den Preis dafür bezahlt, dass ich zu sehr gepusht habe. Aber es ist, wie es ist.»
McLaren hat, wie eigentlich alle Teams, ein großes Upgrade-Paket mit nach Baku gebracht. Das sorgte allerdings im Training immer wieder für Probleme. Die Papaya-Piloten mussten oft an die Box kommen, verloren so viel Trainingszeit.
Norris zu den neuen Teilen: «Die Jungs sagen, dass alles wie erwartet funktioniert. Aber wenn man sieht, dass acht Zehntelsekunden zur Spitze fehlen, ist das schmerzhaft. Gleichzeitig liegen unsere Zeitverluste aber auf den Geraden. Das ist ein weiterer Bereich, den wir uns einfach genauer ansehen müssen. Denn in allem, was mit Geraden zu tun hat, sind wir gegenüber Mercedes einfach einen Schritt schlechter.» Und das ja ebenfalls mit Mercedes-Motor im Heck. In Baku ist das wegen der über zwei Kilometer langen Geraden besonders schmerzhaft.
Norris: «Es war also hart. Vor allem mein Auto. Aus irgendeinem Grund ist mein Auto im Vergleich zur anderen Seite sogar noch schlechter. Das macht mir das Leben einfach sehr schwer.» Gemeint ist die andere Seite der Garage, also Oscar Piastri.
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