Nico Hülkenberg (18.): «Ich sollte eigentlich gar nicht hier stehen»
Nico Hülkenberg schied im Formel-1-Qualifying vor dem GP von Aserbaidschan enttäuschend im Q1 aus. Er startet nur von P18. Was die Gründe waren – und welche Rolle die neuen Teile am Auto spielten.
Bitteres Quali-Aus für Nico Hülkenberg! Für den deutschen Audi-Piloten war das Qualifying für den Großen Preis von Aserbaidschan in Baku bereits nach der ersten Session beendet. Und das ausgerechnet an dem Wochenende, an dem er die lange herbeigesehnten Upgrades am Auto hatte. Nur Startplatz 18 für Hülki.
Pech mit Timing und Position
Hülkenberg erklärte nach der Session, wie es zu dem schlechten Ergebnis kam: «Es lag vor allem an den Umständen. Die gelbe Flagge in Kurve 15. Und dann haben die Autos vor mir ihre schnelle Runde abgebrochen. Also hatte ich keinen Windschatten von Kurve 16 bis zur Ziellinie, was hier ziemlich nachteilig ist. Diese Kombination hat uns das Genick gebrochen und bedeutet, dass wir raus sind.»
Hülkenberg war kurz vor Schluss des Q1 auf dem Versuch einer schnellen Runde gewesen, als ein Aston Martin im Notausgang eine kurze gelbe Flagge auslöste. Entsprechend mussten er und alle drumherum vom Gas. Das Risiko von Baku, wo das in jeder Qualifying-Session mehrmals passierte – und Hülkenberg im unglücklichen Moment und an unglücklicher Stelle erwischte. Dann das Windschattenproblem – speziell für den Audi, der nicht gerade Schnellster auf den Geraden ist, ein besonderer Dämpfer.
Trotzdem keine Upgrade-Bedenken
Das große Upgrade-Paket mit 14 Neuerungen über das komplette Auto verteilt will Hülkenberg aber nicht abschreiben. Dazu sagte er: «Ich bin zuversichtlich, dass wir es in den kommenden Wochen besser verstehen und optimieren werden, um mehr daraus herauszuholen. Es fühlte sich am Donnerstag im Training von Anfang an ziemlich ermutigend und ordentlich an. Ich habe also keine Bedenken oder Fragezeichen diesbezüglich. Ich denke, es ist definitiv besser, aber ich glaube, es gibt noch mehr zu lernen und daraus herauszuholen.»
Er resümierte: «Es war einfach Pech. Ich sollte eigentlich gar nicht hier stehen.» Sondern stattdessen das Q2 fahren. Hülkenberg: «Ich weiß nicht, was mit Gabi (Teamkollege Gabriel Bortoleto, Anm.) passiert ist. Aber ich weiß: Bei der gelben Flagge und wenn dann kein Auto vor einem ist, verliert man auf der Geraden etwa eine halbe Sekunde. Das wirft einen aus dem Rennen. Das ist ganz klar. Es waren also die Umstände.» Immerhin: Genügend Autos für Windschatten hat er im GP nachher vor sich.
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