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Max Enderlein: Brauerei-Berater statt Vollzeit-Fahrer in der Euro Moto

Beim Finale 2026 lassen einige Gaststarter die schwächelnden Teilnehmerzahlen noch einmal etwas ansteigen. In der Supersport-Klasse mischt der dreimalige Meister Max Enderlein mal wieder mit.

Im Artikel erwähnt

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Dank dreier Gaststarter wuchs das Supersport-Feld beim Euro Moto-Saisonfinale 2026 an diesem Wochenende in Hockenheim auf 18 Teilnehmer an. Neben Thomas Eder und Maximilian Kofler ist das der dreifache IDM-Champion (2018, 2019 und 2022) Max Enderlein am Start. Der inzwischen 29-jährige Hohenstein-Ernstthaler pilotiert für das Axalta MV Agusta Racing Team neben dem Euro Moto-Stammpiloten Luca Göttlicher vom Team LJ Racing / MC Augsburg e.V. im ADAC eine zweite MV Agusta F3 800 RR.

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Das Axalta MV Agusta Racing Team wird von den alten IDM-Hasen Daniel Rauh und Achim Weber geführt und ist langjährigen IDM-Fans noch unter dem Namen Langenscheidt Racing by Fast Bike Service ein Begriff. Den größten Teamerfolg feierte man 2015 mit dem Gewinn der IDM Superstock 1000 mit dem Franzosen Mathieu Gines und Yamaha.

Neues Projekt in der Euro Moto Supersport

Nun also ein neues Projekt, zu welchem man von außen ‚genötigt‘ wurde. Dazu erklärte Daniel Rauh gegenüber SPEEDWEEK.com: «Ich bin auf einer Messe angesprochen worden, ich sollte doch mal wieder Projekt-Bikes bauen. So ging es mit der MV wieder los. Angedacht war die ganze Saison 2026 zu bestreiten, doch wie so oft war das Hauptproblem die Finanzierung des Ganzen. Das war schon in diesem Jahr das Problem. Deshalb haben wir es auch frühzeitig abgesagt.»

Übrig geblieben ist nun zumindest dieser eine Gaststart mit Max Enderlein. «Ich denke, mit ihm haben wir einen Fahrer, mit dem es menschlich passt und der das Projekt nach vorn bringen kann. Wie es nächstes Jahr weiter geht, werden wir sehen», so noch einmal Daniel Rauh.

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Max Enderlein ist nun also die auf dem Bike ausführende Kraft. Er wurde von Daniel Rauh und Achim Weber angefragt, die ganze Saison zu absolvieren, was nicht in seine Planungen passte. Somit war es ihm gar nicht so Unrecht, dass die Geschichte nicht in Gang kam. Dem Gaststart in Hockenheim war er allerdings nicht abgeneigt und merkte dazu an: «Anfang des Jahres kam das Thema noch mal auf, dass Daniel mich angesprochen hat, ob ich nicht zumindest zu einem Gaststart bereit wäre. So sind wir dann doch zusammengekommen, haben alles so gut wie möglich vorbereitet und stehen jetzt hier.» Zur Vorbereitung hatte man im August zwei Tage bei einem Renntraining in Hockenheim getestet und war zudem am Donnerstag vor dem Euro-Moto-Lauf auf dem Nürburgring beim offiziellen Test mit von der Partie.

Enderlein-Expertise gefragt

Dass die Wahl des Teams auf ihn fiel, ehrt Max Enderlein natürlich. «Gut, ich habe drei Mal die Meisterschaft gewonnen, war aber auch lange nicht mehr dabei. Das Problem ist, jemanden zu finden, der ein gewisses Niveau hat und einen Gaststart macht. Gegen Ende der Saison ist das gar nicht so einfach. Für mich ist es natürlich ein neues Motorrad, aber ich bringe auch ein bisschen Erfahrung mit.»

Zum Stand der Technik meint er: «Das steht natürlich noch auf Kinderbeinen. Wir fahren ein YSS-Fahrwerk, was in der Euro Moto niemand anderes fährt. Ich weiß auch nicht, ob das in der Supersport-WM jemand fährt. Wir haben eine echt gute Betreuung, aber es ist natürlich etwas anders als ein Öhlins-Fahrwerk, was ich halt gut kenne.»

Appetit auf wieder mehr Rennen hat Max Enderlein am ersten Euro Moto-Tag in Hockenheim noch nicht bekommen, zumal er sich bei einem Sturz etwas wehgetan hat. «Jetzt machen wir erst mal dieses Wochenende, dann denken wir in Ruhe drüber nach. Allerdings hat sich an meiner Situation bezüglich freier Zeit fürs Rennen fahren nichts grundsätzlich geändert», so der Consulter bei einem US-amerikanischen Software-und Hardware-Unternehmen. «Aktuell arbeite ich bei der Radeberger-Brauerei», erklärte er mit einem Augenzwinkern.

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