Jacques Villeneuve zu Ferrari: «Hamilton/Leclerc – das ist einfach schräg»
Der Kanadier Jacques Villeneuve hat unter die Lupe genommen, was bei Ferrari mit Lewis Hamilton und Charles Leclerc passiert. Für den F1-Champion von 1997 gibt es da einige Ungereimtheiten.
Anhaltend ist das Ferrari-Stallduell mit Lewis Hamilton gegen Charles Leclerc ein Thema, ist ja auch kein Wunder, denn die zwei stolpern sich immer wieder über die Räder.
Der neunfache GP-Sieger Leclerc hat in Baku die Öffentlichkeit und die Medien in die Pflicht genommen. Der Monegasse sagte: «Mal schiesse ich ein wenig über Ziel hinaus, wenn wir uns duellieren, mal er. Aber ich finde, was bei Ferrari passiert, wird oft überanalysiert und überdiskutiert.»
«In Monza gab es bei drei der vier Top-Teams Stallduelle, auch mit Autos im Kies, aber ich habe den Eindruck, nur über Ferrari wird noch immer darüber geredet. Das ist überhaupt nicht nötig. Lewis und ich wissen genau, was wir auf der Rennstrecke tun müssen, und wir brauchen dazu auch keine besonderen Verhaltensregeln.»
Einer, der ganau hinguckt, ist Jacques Villeneuve. Der 55-jährige Kanadier – 163 Grands Prix, 11 Siege – ist durchaus nicht der Ansicht, dass da alles nur aufgebauscht wird. Für den F1-Champion von 1997 gibt es da durchaus einige Ungereimtheiten, was die zwei Alpha-Tiere von Ferrari angeht.
Villeneuve sagt als Sky-Experte in Baku: «Wenn man sich die beiden Ferrari-Fahrer ansieht, reagieren sie sehr heftig darauf, von ihrem Teamkollegen geschlagen zu werden – viel stärker als bei jedem anderen Team. Es ist fast so, als wäre es das Ende der Welt.»
«Es scheint für sie wichtiger zu sein, vor dem Teamkollegen zu liegen als auf der Pole zu stehen. Das ist wirklich eine schräge Dynamik, ein seltsames Gleichgewicht, das sie dort intern haben – es ist eine interne Schlacht.»
«Die ist wirklich intensiv und beeinflusst die zwei Fahrer sehr. Man sieht gut, wie die zwei mal aufgekratzt, mal niedergeschlagen sind, nur weil sie vor oder hinter ihrem Teamkollegen liegen.»
Für GP-Sieger Juan Pablo Montoya steht fest: «Die zwei werden erneut aneinander geraten, daran habe ich keinen Zweifel. Die schenken sich auch weiterhin keinen Zentimeter.»
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